BuGa gucken #3

Nach dem Besuch des Packhofes und der zeitraubenden ;-) Blumenschau in der Kirche St. Johannis laufen wir relativ zügig durch den herrlich grünen Humboldthain zum Gelände am Marienberg.  Betritt man das Gelände vom Südaufgang her, bietet sich ein grandioser Anblick.

BuGa_2015_Brandenburg_36

Der Aussichtsturm Friedenswarte macht schon was her, finde ich. Ich bin überrascht, dass dieser moderne Turm bereits 1974 errichtet wurde. (Seinen Vorgänger, die Bismarckwarte, hatte man kurz zuvor gesprengt.)

In seiner Nähe finden wir einen jungen Weinberg. Weinanbau – so lese ich erstaunt- hat hier allerdings schon eine lange Tradition. In der Stadt an der Havel gab es bereits 1150 einen Weinberg. Alte Quellen berichten 1622 von üppigen Weingärten. Zweihundert Jahre später war es leider nach kalten Wintern und nachlässiger Pflege vorbei mit dem Brandenburger Rebensaft. Nun versucht man auf dem Trinkwasserhochbehälter den alten Brauch mit den Weißweinsorten Solaris und Johanniter wieder zu beleben. Und während ich dies alles hier niederschreibe, stelle ich fest, dass ich versäumte, ein Foto von den Rebstöcken und dem Berg zu machen. :-(

Am Fuße des Weinberges stolpern wir über ein historisches Schiebergebäude, errichtet 1894/95, das zum Hochbehälter gehört. Es beherbergt auch heute noch die Armaturen, die den Zu- und Ablauf  des Trinkwassers regeln.  Clever, den Besuchern den Blick durch den Fußboden  zu ermöglichen.

Brandenburg_Schieberhaus_1

Brandenburg_Schieberhaus_2

Rosen soll es laut Lageplan rundherum in Hülle und Fülle zu sehen geben. Rosengarten, Rosenpergola, Rosenrad… Wir sind zu früh. Sie blühen noch nicht. Ich denke, dass es hier in diesem Teil der Ausstellungsgeländes erst zu einem späteren Zeitpunkt im Gartenjahr richtig schön wird.  Heute gibt es eben “nur” Tulpen.

BuGa_2015_Brandenburg_41

Wir laufen ein Stückchen auf dem Panoramarundweg und schmunzeln über die Fassadenmalerei auf einem Gebäude des angrenzenden Klinikums.

Fassade_Brandenburg_Klinikum

Und dann suchen wir mit hungrigem Magen eine Futterquelle. Nicht ganz einfach, wenn man nicht direkt auf der BuGa etwas Schnelles essen will…

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Schwedens Hauptstadt ruft

Relativ spontan haben wir uns entschlossen, Stockholm erkunden zu wollen. Auch, wenn ein verlängertes Wochenende vermutlich nicht reicht, um 111 Orte zu besuchen. Mindestens aber ist eine herzliche Umarmung mit Elke drin. Flüge und Hotel sind gebucht. Wir freuen uns schon mal ein bisschen auf Midsommar vor.  Mal sehen, ob wir auf Elfen und Trolle treffen.

Reiseführer_Stockholm

Und eines muss auch unbedingt sein: ein Besuch im Café Rost, Wollmar Yxkullsgatan 52 :lol:

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einmal den Kanaldeckel von unten sehen

Im vergangenen Jahr habe ich Euch mit in die Unterwelt genommen. Vielleicht erinnert sich die eine oder der andere ja noch? In den Kommentaren war immer wieder zu lesen, dass man/frau das auch mal gerne machen würde.

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Und nun gibt es demnächst wieder die Chance für die BerlinerInnen und ihre Gäste, solch einen Einstieg ganz legal zu wagen. Vorausgesetzt natürlich, es regnet nicht.

Wann?   Sonnabend, den 11.07.2015 von 11 bis 17 Uhr

Wo?  Berlin, Martin-Luther-Straße/ Ecke Hohenstaufenstraße

Übrigens: Nach meinen Erfahrungen des vergangenen Jahres ist das Mitbringen der eigenen Gummistiefel zwar nicht erforderlich, schadet aber auch nix ;-)

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Leerzeichen setzen!

Fulano rief zu einer ziemlich witzigen Parade, nämlich der faulsten Blogparade der Welt auf und möchte, dass die Teilnehmer Leerzeichen setzen. Da bin ich doch gerne dabei und nun gespannt, was ihr in den Kommentaren aus diesem leeren Beitrag macht und mit welchem Sinn oder Unsinn ihr ihn füllt.

Ich stelle Euch dafür einfach mal einen kreativen Leer-Rahmen zur Verfügung:

Leerrahmen

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schwammig

für Frau Waldspecht entdeckt

schwammig

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Székely gulyás

Was landläufig als Szegediner Gulasch bekannt ist, kommt bei uns in den bzw. aus dem Slow Cooker. Vorher gucken wir ins ungarische Kochbuch und sind überrascht, denn dort ist von Szeklergulasch die Rede. Und wir lernen, dass es weder aus dem Szeklerland noch aus Siebenbürgen stammt und eigentlich auch kein Gulasch ist.  Spanndende Story.

Der ungarische Dichter und Revolutionsheld Sándor Petőfi (1823-1849) gilt als Pate des Essens.  Erfunden hat es aber ein Bibliothekar namens Janos Székely. Der kam nämlich eines schönen Tages im Jahre 1846 in das Restaurant “Spieluhr”, das seiner Arbeitsstätte gegenüberlag. Irgendwie waren die vorhandene Speisen schon sehr ausgedünnt und so kombinierte der unkomplizierte Wirt auf Wunsch seines Gastes einfach die noch vorhandenen Reste aus Sauerkrauteintopf und  Schweinepökelfleisch. Herr Petőfi war zufällig Zeuge dieser Improvisation und bestellt bei seinem nächsten Besuch dasselbe schmackhafte Gericht. Er nannte es einfach “Székely” (Szekler). Der Siegeszug der Essens begann. Irgendwann kam saure Sahne als Garnierung hinzu.  Das wiederum kenne ich gut von der Soljanka.

Das Rezept stammt aus dem “Langsam kocht besser”-Kochbuch von Gabriele Frankemöller. Aus Urheberrechtsgründen kann ich es leider hier nicht veröffentlichen. Aber ein Blick auf den tonarischen Teller ist natürlich gestattet:

szegedinergulasch

Was soll ich schreiben? Es hat super geschmeckt. Der beste Gulaschkoch von allen hat sich mal wieder richtig ins Zeug gelegt und ein wirklich leckeres Essen gezaubert. Vom Originalrezept ist er bezüglich der Gewürze nur ein wenig abgewichen und hat ein Lorbeerblatt und zwei Pimentkörner ergänzt. Und, weil uns das Essen ein bisschen zu sauer war, hat er einfach den Schmand durch süße Sahne ersetzt.

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ABC der Technik #J

Jagdzeugs, Jumbojet oder Jurkenhobel?

Ich entscheide mich, hier noch einmal das Foto der alten Tante Ju (Junkers Ju-52) zu zeigen, das ich beim Besuch des  Technikmuseums in Speyer aufgenommen habe.

Technikmuseum_Speyer_8

Juttas Technik-ABC geht am 24.05.2015 mit dem K weiter.

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BuGa gucken #2

Außer mir hat aus unserer Minireisegruppe irgendwie niemand Lust, die ehemalige Klosterkirche St. Johannis aus dem 15. Jahrhundert mit der dort untergebrachten Blumenschau zu bewundern.

Leider sehen das diverse Gartenschaugucker anders, denn es bildet sich ein ziemlich langsam vorankommendes Wartekollektiv vor dem Eingang. Bei einem kurzen Smalltalk mit dem Einlasspersonal erfahre ich, dass immer nur 200 Menschen in die Ausstellungshalle dürfen. Die Karten werden beim Eintritt und beim Verlassen der Kirche gescannt. So ermittelt man die aktuellen Besucherzahlen. Ob das System aber zuverlässig arbeitet?  Nicht nur ich habe Zweifel, denn ein Mitarbeiter kommt gerade zum händischen Zählen vorbei ;-) Ich finde, dass Schilder nützlich wären, die die Länge der Wartezeit beim Anstehen anzeigen: “Ab hier müssen Sie sich noch 30 Minuten gedulden.” oder so ähnlich.  Nach wenigen Bildern im Inneren meldet meine Speicherkarte, sie sei randvoll. Ich krame im Fotorucksack. Zu meinem Leidwesen vergaß ich offenbar, einen Ersatzchip einzustecken und muss nun ein paar ältere Aufnahmen händisch löschen. Ärgerlich, denn das kostet Zeit, während die Waldspechts und meine bessere tonarische Hälfte draußen warten. Dass sie von der aufgezwungenen Pause genervt sind, erfahre ich zum Glück erst später. Aber auch ohne dies zu wissen, “hetze” ich durch die kleine Ausstellung…


Fortsetzung folgt…

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Klick der Woche KW 19 / 2015

vor 70 Jahren…

alexanderplatz_Mai_2015

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und heute merkwürdige Botschaften entdeckt:

gang-durch_wahrnehm_ gang-durch_wahrnehm

s fü g durc politis  –  Gang durch Wahrnehm

Ich steh vor einem Rätsel.  Merkwürdiges Deutsch. Mut zur Lücke? Was macht der Spruch auf einer provisorischen Gehwegbefestigung in der Otto-Braun-Straße? Fragen über Fragen.

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