Warte, warte nur ein Weilchen…

Ich bemühe heute einfach mal den von mir sehr geschätzten Herrn Tucholsky:

Das Kriegsbeil ist erst begraben,
wenn man nicht mehr weiß,  wo es liegt. 

Campingbeil

( Campingbeil aus dem VEB Press- und Schmiedewerk  “Einheit” Brand-Erbisdorf, EVP 10,15 Mark,  Produktionszeitraum 1973)

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Finde die Fehler!

sonntags

Das nenne ich doch mal ergiebig :lol:

Man ist geneigt, der Firma Thürmann bzw. dem Team vor Ort einen Duden zu schenken.

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Kleinigkeiten #2

Kleine Sachen, aufgenommen ohne Makro – mein Beitrag zur Blogparade “kleiner Monat” von Cubusregio.  Gezeigt werden die Kleinigkeiten jeweils am dritten Montag im Monat.

Ich zeige hier meinen ersten, spontanen Versuch, Miniaturfiguren vor der Kamera in Szene zu setzen. So ganz zufrieden bin ich nicht. Aber ich möchte das Bild unbedingt einstellen,  bevor der Kleinigkeitsmontag vorbei ist.

Es war schwerer als ich es mir vorgestellt habe. Die Figuren stehen nämlich – anders als erwartet – nicht von alleine.  Und auch bei der Tiefenschärfe gibt es Optimierungspotential.  Zum Glück habe ich nun einen ganzen Monat Zeit, fleißig zu üben.

Miniaturszene

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von einem Zwergstrauch, Tomaten und Kartoffeln

Selten hat man Frau Tonari so hilflos bis dümmlich in einem Fachgeschäft herumstehen sehen wie gestern um die Mittagszeit. Das lag nicht an den 32°C hochsommerlicher Umgebungstemperatur, sondern an ihrer völligen Ratlosigkeit. Sie hat es eben nicht so mit Pflänzchen. Blumensträuße zu kaufen, stellt natürlich für sie kein Problem dar. Aber die Challenge des zur abendlichen Gartenparty Einladenden lautete aufgrund meiner Nachfrage nach einem Mitbringsel: “… freut sich sicher über ein Blümelein im Pott, das man dann in den Garten setzen kann.”  Oha.

Dieser Hinweis kann in echten Auswahlstress ausarten, wenn man a) botanisch völlig unterbelichtet bis ahnungsbefreit ist und b) bisher weder den zu dekorierenden Garten, seine Boden- und Lichtverhältnisse noch die Bepflanzungsvorlieben der  Besitzerin kennt.

Frau Tonari mutiert spontan zum innerlichen Gartenzwerg

Hypericum-inodorum-Magical-Beauty

und entscheidet sich nach diversen gedanklichen Abwägungsrunden für eine Pflanze aus der Familie der Zwergsträucher.  Hypericum inodorum magical Beauty ‘Kolmbeau’ ist ein  stadtklimafester, mehrtriebiger Strauch, der keine Ansprüche an den Boden stellt und von sonnig bis halbschattig jeden Standort verträgt. Außerdem ist die Pflanze resistent gegen Rost. Als sie das liest, muss Frau Tonari herzhaft lachen und schließt dieses buschige Grün sofort in ihr ungebildetes Pflanzenherz. Muss das nicht eigentlich Frost heißen, wenn winterhart gemeint ist? Was  sich zunächst wie ein witziger Schreibfehler liest, entpuppt sich in der prompten Smartphone-Recherche als pilzlicher Erreger, der gelblich bis rostbraune Flecken auf der Blattoberseite erzeugt und später auf der Blattunterseite rostbraune Pusteln bildet.  Na, wenn das kein Shopping mit Wissenzuwachs geworden ist…  Jedenfalls darf die Johanniskrautpflanze in den Einkaufskorb.    

Das Mitbringsel scheint gut ausgesucht, denn die Herrin des Gärtchens freut sich am Nachmittag sichtlich und hat auch gleich eine Idee, wo das dafür geeignete Pflanzloch ausgehoben wird. Prima.

Herr Tonari gerät zu späterer Stunde über die bei den Gastgebern liebevoll gehegten und gepflegten, unterschiedlichen Tomatensorten so in Verzückung, dass er sich sogleich beim Hausherren ein Vielerlei zur gefälligen Mitnahme erbettelt.

Tomatenallerlei

Frau Tonari hingegen übt sich tomatentechnisch in Zurückhaltung, bekommt es aber – zum Glück nur beobachtend – mit der Grabeforke zu tun und darf danach ein paar Kartoffeln ihr eigen nennen. Deren Form und Farbe regt sie am nächsten Morgen prompt  zu fotografischem Schabernack an. Leider hat sie sich jedoch bis auf Tannenzapfenkartoffel keinen Namen merken können.  

Kartoffelface

Ach ja. Die Gartenparty war natürlich toll. Wir Tonaris fühlten uns sehr willkommen und äußerst wohl, genossen einen unterhaltsamen Nachmittag und Abend mit netten, anregenden Gesprächen, sehr leckerem Essen und das alles bei prächtigem Wetter.

Danke, liebe Familie Ackerbau.

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ABC der Technik #Q

Q wie Quecksilberthermometer 

Thermometer

Und dann gab es doch letzten Sonntag auf der BuGa diesen Quadrokopter:

Modellflug_1

Juttas Technik-ABC geht weiter mit dem R am 30.08.2015

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BuGa gucken #5

Es gibt in Stölln aber nicht nur den schon beschriebenen Fliegerpark als BuGa-Attraktion. Feldfrüchte machen sich auch prima als Stars am Wegesrand. Sie säumen den Flieger- und Landschaftspfad, der zum Lilienthal-Centrum führt. Schön für uns Stadtmenschen, mal viele Getreidesorten nebeneinander zu sehen und direkt vergleichen zu können.  Der Heimatkundeunterricht ist eben zu lange her ;-)

Hafer – Futter für das liebe Vieh.

Hafer

Roggen – unser Brotgetreide.

Roggen

Sommergerste fürs Bierchen

Sommergerste

Triticale. Triti… was? Ich lerne, dass es sich um eine Kreuzung aus Roggen und Weizen handelt und überwiegend als Futtergetreide verwendet wird.

Triticale

Winterweizen, Deutschlands Nummer 1

Winterweizen

Passend zum Örtchen präsentieren sich der Schaltkasten und die kleine Trafostation.

Stoelln_Stromkasten Stoelln_Trafo_1

Ein paar Blümchen…

BuGa_1 BuGa_2

Dalie

und einen Storch später

adebar

haben wir keine Lust mehr auf das Lilienthal-Centrum. Es ist voll und die Luft drinnen ist einfach zu stickig, um sich mit Muße ein Museum anzusehen.  Außerdem haben wir inzwischen ein kleines Hüngerchen, aber keine Lust auf Erbsensuppe, Bock- oder Bratwurst oder Kaffee und Kuchen. Alternativen sind leider Fehlanzeige.

Ein bisschen Rost habe ich auch mitgebracht, aber der kommt später…

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Helikopter-Mama 2.0

Die sinnbildlich über dem Kind “like a helicopter” schwebende, überbesorgte  Mutter wurde vom israelischen Psychologen Haim G. Ginott erstmals 1969 beschrieben.

Heute geht das gaaaaaaanz anders. Viel cooler.  Helikopter 2.0 quasi.

Eine neue App für den smarten Apfel musste her. Eine, die den berühmt-berüchtigten Helikopter noch toppt. Eine, die gezielt Flugzeuge verfolgt. Diejenigen, in denen nämlich Töchterlein & Co sitzen und ins Land der Kiwis fliegen.     

Call me Flight-Tracker-Mum. :lol:

Inzwischen sind unsere beiden Weltenbummler gut im Hotel in Auckland angekommen. Ich freue mich drüber.  Und jetzt darf die App ruhen.  

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BuGa gucken #4

In der Havelregion findet vom 18. April bis 11. Oktober die diesjährige Bundesgartenschau statt. Sie bietet die Gelegenheit, fünf verschiedene Standorte zu sehen. Wir entscheiden uns am Sonntagmittag trotz der angekündigten hitzigen sommerlichen Temperaturen für einen spontanen Ausflug nach Stölln.

Nachdem wir das Auto auf dem Parkplatz abgestellt haben, zieht es uns in den Fliegerpark.

Fliegerpark

Dort ist per Flyer das Otto-Lilienthal-Fest unter dem Motto “Achtung Überflieger!” angekündigt. Zu Ehren des ersten Flugpioniers wird rund um den Gollenberg, dem ältesten Flugplatz der Welt, gefeiert. Wir erwischen wohl den falschen Zeitpunkt. Auf der Fliegerbühne gibt es gerade handgemachte Stimmungsmusik. Definitiv nix für unsere Ohren. Zu schunkelschlagerklatschundhumtatalastig.

Gleich daneben dürfen Modellbauer zeigen, dass sie basteln und wie toll sie fliegen lassen können.  Das ist klasse und echt beeindruckend.   Modellflug_1 Modellflug_2

Die am 23. Oktober 1989 auf nur 850 m Graspiste spektakulär gelandete IL 62 der Interflug ist ein Besuchermagnet. “Lady Agnes”  – benannt nach der Frau Lilienthals – glänzt mit einer “Interflug”-Ausstellung und etlichen Erinnerungsstücken, wie Uniformen, Flugtickets  oder der Plastikbox aus dem Bordservice. Der hintere Teil des Flugzeuges wird inzwischen als ungewöhnliches Standesamt genutzt.

Der Rundweg über das Gelände heißt Gangway. Wir laufen wenige Zentimeter über Trockenrasen.  Gut, dass ab und an ein Sonnensegel gespannt ist. Sonst wären die 630 Meter Spaziergang an sonnigen  und heißen Tagen wie heute unerträglich. Ab und an verlassen wir das hölzerne Stegsystem, um den Steppengleitern näher zu kommen.  So werden unterschiedlich große Pflanzkisten aus Stahlprofilen und Holzplanken genannt, die als geneigte Hochbeete ihren Dienst tun. Fliegende Beete :lol:

Über uns gleiten Segelflieger lautlos durch die Luft.

Segelflieger

Ansonsten: Ein bisschen Gärtnermarkt mit einigen Pflanzen und ziemlich viel Dekokitsch. Hier ein paar Kakteen, dort ein paar Wildrosen. Die ganze Inszenierung wirkt auf mich – ähm – ziemlich bemüht. Im Hinblick auf eine Nachnutzung hätte man bestimmt mehr draus machen können.

BuGa_Stölln_6

Insgesamt fand ich diesen Teil der BuGa eher enttäuschend. Unter einem Fliegerpark habe ich mir irgendwie mehr vorgestellt.

Fortsetzung folgt… (Klick auf die Bilder in der Galerie macht sie größer.)

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the grass is always greener on the other side

NZ

Heute Abend startet der Flieger in Richtung Auckland. Nicht für uns, sondern für das Töchterlein und ihren Liebsten. Beide werden, rund 17.750 Kilometer von Berlin entfernt, schon in wenigen Tagen ihre neuen Jobs in Neuseeland antreten.

Viel Glück auf der anderen Seite der Welt. Mr. and Ms. Mechanical Kiwi

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tonarischer Tarator

Kalte Gurkensuppe vom Balkan eignet sich hervorragend als leckere Mahlzeit in diesen heißen Tagen und ist sehr, sehr simpel in der Herstellung:

Eine Salatgurke schälen, würfeln und diese mit grob gehackten Walnusskernen in eine Schüssel geben. Mit Vollmilch übergießen, viel gehackte (krause) Petersilie, ein wenig frisches Bohnenkraut hinzu und mit Salz, schwarzem Pfeffer, einem Hauch Muskat und Knoblauch abschmecken. Fertig. 

tarator

(Bulgaren nehmen Joghurt, verdünnen mit Wasser und verwenden Dill. Wir haben es für unseren Geschmack abgewandelt.)

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