Super Sudda Sudda Seminar

Wie nennt man eigentlich einen weiblichen Guru? Gura? Gurin? Gurina? :-D

Wobei das altindische Wörtchen „guru“ ins Deutsche mit „schwer oder gewichtig“ übersetzt wird.  Stimmt für diese tolle Frau ja nicht. Oder besser gesagt, stimmt nicht mehr. Denn sie hat sich über einen längeren Zeitraum von 125,9 kg auf unter 80 kg runter gefuttert und gesportelt. Diese Tatsache und das Veröffentlichen ihres Buches „Entpuppt“ qualifiziert sie für mich zur LCHF-Gurina.

Wir sind seit langem Blognachbarinnen. Als ich las, dass Annika nach Berlin kommt, um hier ein Seminar zu geben, stand für mich fest: Da muss ich hin. Ich hatte Glück, denn ein Plätzchen war noch frei.

Am vergangenen Sonnabend trafen sich nun 17 Frauen in der Kreuzberger Trattoria „Martinello“, um von Annika mehr über die Ernährungsweise zu erfahren, die Low Carb High Fat (LCHF) genannt wird. Wobei die allermeisten der Teilnehmerinnen schon einschlägige Erfahrungen mit LCHF gemacht haben. Manche kannten sich bereits, waren seit Jahren erfolgreich dabei und erhofften sich Tipps, wie die lästige Plateau-Phase zu überwinden sei. Andere haben nach ersten positiven Erfahrungen ein kleines (Zunahme-) Päuschen eingelegt und wollen nun erneut durchstarten. Ich hingegen hatte zwar brav Annikas Buch gelesen, kam mir aber dennoch ein bisschen wie ein Newbie vor, denn es flogen einige Begriffe durch die Luft, von denen ich bis dato entweder noch nie gehört oder sie schon wieder erfolgreich verdrängt hatte. Machte aber nichts, denn die Stimmung war super. Manchmal sogar ein wenig zu entspannt ;-) Ich empfinde Nebengespräche als unhöflich, wenn gerade ein spannender Vortrag gehalten wird.

Beamer, Handout und Annika waren ein gut eingespieltes Präsentationsteam. Faktenwissen, gewürzt mit persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen, aufgepeppt mit dem SuddaSudda-eigenen Humor. Ja, sie spricht wirklich so (rheinländisch) herzerfrischend wie sie schreibt. Wir konnten Fragen los werden, mussten Berechnungen anstellen, hörten Tipps von den anderen und ich saugte alles auf wie ein trockener Schwamm. Das war lehrreich, das war kurzweilig, gab Denkanstöße und ging viel zu schnell vorbei. Schön übrigens, dass Annika Martina ein bisschen Literatur zum Thema im Gepäck parat hatte, so dass ich in der Pause mal in dem einen oder anderen Buch blättern konnte.

Danke auch für das BMI-Maßband aus dem LCHF-Shop. Ein motivierendes Mitbringsel. Es kam hier gestern schon zum Einsatz.  Ergebnisse sind notiert, werden aber lieber nicht verraten.

BMI_Calculator

Martina und Angelo, Inhaber des Restaurants, haben sich mächtig ins Zeug gelegt und uns zur Mittagszeit wahrlich verwöhnt. Martina ist selbst erfolgreiche LCHF’lerin und weiß, was sich der gleichgesinnte Kunde auf der Speisekarte wünscht. Daher wird neben den normalen italienischen Gerichten auch Low Carb angeboten. Klasse. Seht gleich selbst, warum ich so satt wie lange nicht mehr war und kein Abendessen mehr benötigte.

Bruschetta. Ich, die ich eigentlich keine rohen Tomaten esse, habe mich überwunden, probiert und … aufgegessen. Und? Ich fand die Vorspeise extrem lecker.

Martinello_1

Danach stand ein Antipasti-Teller vor jeder von uns. Die Oliven habe ich nicht angerührt. Alles andere war nach meinem Geschmack.

Martinello_2

Hähnchenbrust mit Tomaten und Mozzarella überbacken, dazu Zucchini“nudeln“. Okay, diesmal schob ich die Tomaten dann doch an den Rand.

Martinello_3

Der Nachtisch bestand aus Pana cotta mit hausgemachter Beerensoße. Ich war zu tief im Gespräch mit meiner supernetten Sitznachbarin Stefanie vertieft und einen Moment unkonzentriert.  Das Glas war schneller leer als ich ein Foto machen konnte.  :-(

Ob LCHF zu mir passt, muss ich nun so nach und nach herausfinden. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich mich „überwinden“ kann, offensichtlich fette Dinge zu essen oder zu trinken.   Butterkaffee wird wohl nicht so meins ;-)

In jedem Fall haben Sudda Sudda und ich ein unbedingtes Wiedersehen verabredet. Die Zeit zum privaten Schwatzen war einfach zu kurz.

edit: Nun hat auch Annika aka Sudda Sudda auf ihrer Seite u.a. über ihr Seminar in  Berlin berichtet.

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20 Antworten zu Super Sudda Sudda Seminar

  1. Finde ich gut, dass Du sowas live mitlerlebt hast. Ich habe Suddas Blog früher mal „angelesen“, kam aber nie dazu mich richtig mit LCHF zu befassen. Habe durch Selbstversuche aber festgestellt, dass es doch eine tolle Ernährungsform ist, die offensichtlich auch bei mir anschlägt.

    Hast Du zufällig auch Bücher gekauft und schon angelesen?

    Liebe Grüsse
    Susi

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  2. Lucie schreibt:

    Der „Butterkaffee“ ist auch nicht mein Ding, aber alles andere kann frau gut umsetzen. Dauert eine Weile bis man sich an die wenigen Kohlehydrate gewöhnt hat! FETT macht übrigens länger satt als KH! Vor allem, wenn du das richtige Fett, ich benutze nur noch Kokosöl, benutzt!

    Probiere es aus, du wirst sehen, es ist einfacher als du dir jetzt vorstellen kannst!

    Viel Erfolg und liebe Grüße :-)

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    • Frau Tonari schreibt:

      Ja, genau Kokosöl wurde immer wieder genannt.
      Ich beobachte gerade an mir, dass mir die KH nicht sehr fehlen, aber ich im Gegenzug nicht genügend Kalorien aufnehme, weil mir der Appetit abhanden gekommen ist.

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  3. paradalis schreibt:

    Ich bewundere diese Konsequenz. Die von deiner Blognachbarin und deine natürlich sowieso, schließlich erlebte ich sie schon real. Bei mir geht es runter und rauf, mal ganz dünn, dann ganz moppelig, dann extrem Sport, dann gar nicht – ich bin einfach nicht konsequent genug in diesen Dingen. Ich wünschte mir wirklich, ich hätte nur ein wenig von eurem Durchhaltevermögen.

    Alles Gute dir, liebe Frau Tonari – aber das weißt du, das wünsche ich dir immer und aus ganzem Herzen. Da wiederum bin ich äußerst konsequent. :-)

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    • Frau Tonari schreibt:

      Leider ist meine Konsequenz immer nur dann von längerer Dauer, wenn die Umstände stimmen.
      Wenn die aber aus dem Gleichgewicht geraten, dann gerät mein Gewicht auch aus demselben. Leider :-(
      Ich muss eben immer mal bewusst gegensteuern.

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  4. nurmalich schreibt:

    Solche Beiträge entlocken mir nur ein müdes: „Na ja“. Ich fühle mich auch ohne LCHF oder sonstige Schlankheits-Rezepte ganz wohl, obwohl ich nicht gerade untergewichtig bin. Aber wen’s Dir wichtig ist – auch ok. :-)

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  5. Edelgard Lorenzen schreibt:

    Danke Dir für das Resümee ..👏🏻.. LG aus Flensburg

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  6. Anette schreibt:

    Mir persönlich stellt diese „Diät“ einen zu großen Eingriff in den biochemischen Haushalt/Ablauf des Körpers dar …
    Und ist mir zu einseitig … Ich kann und mag nicht auf mein Obst verzichten …
    Ich kann gut auf einige KH verzichten aber nicht so, wie da beschrieben.
    Und die Vorstellung von Butterkaffee – bäääh ;-)
    Obwohl – ich tunke ja auch ein Butterbrötchen in heißen Kakao ;-)
    Ich verfolge das aber gerne und schau‘, was du zu berichten hast …
    Ich wünsch dir/euch guten Erfolg – und werde mir das dann in ca. 10 Wochen anschauen …

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  7. minibares schreibt:

    Wow!
    Ein toller Abend war das. Die Oliven rühre ich auch nicht an.
    Tomaten esse ich gern. Das sieht alles sehr appetitlich aus.
    Liebe Grüße Bärbel

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  8. Heinrich schreibt:

    Liebe Frau Tonari,
    wie klein doch die Welt ist!
    ich möchte Sie mit meinen Anmerkungen etwas unterstützen, weil ich erstens Annika vor Jahren auch schon getroffen habe und weiß, was für eine wundervolle Frau sie ist.
    Zweitens weiß ich, das man Menschen nicht mit einem Satz „beweisen“ kann, wie gesund LCHF ist, dass es keine „Diät“ ist. Denn jede „Diät“ hat irgendwann ein Ende und dann kommt der JoJo.
    Es ist selbstverständlich nicht jedermanns Sache, nach LCHF zu leben. Viele haben es ja auch gar nicht „nötig“ abzunehmen, oder gesund zu essen. Ich BENEIDE alle von ganzen Herzen, die nicht ständig für ihr Wunschgewicht kämpfen müssen, und nur „müde“ Kommentare dazu haben. Vor allem haben sehr viele LCHFler die Sache nicht richtig verstanden und verderben alles mit ihren „Ausnahmen“ von denen sie sich nicht trennen können, wie von anderen schlechten Gewohnheiten auch.
    Ich gehöre zu denen, die Dank LCHF auch schon mal über 30kg abgenommen haben. Bin aber lange nicht so konsequent wie Annika, die wirklich zu bewundern ist. Wie viele andere auch, ABER eben leider nicht die Mehrheit der „LCHF“-Gemeinde, die immer wieder Ausreden für sich selbst, ihre Sucht und Schwäcvhe suchen. Schließlich hat es ja auch einen Grund, warum man so dick geworden ist. Wenn der Grund ein Leben lang bleibt, hilft auch keine zeitweise Ernährungsumstellung.
    Genug gepredigt – ich selbst muss mich vor den Spiegel stellen, aber ich gehöre wenigstens nicht (mehr) zu denen, die sich selbst (und andere) belügen, weil sie immer noch in alte Muster verfallen.
    Herzliche Grüße
    Heinrich

    Gefällt 2 Personen

    • Frau Tonari schreibt:

      Heinrich? Bist Du der Vater des berühmten Heinrich-Knäckebrotes?
      Cool.

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    • hafensonne schreibt:

      Natürlich ist LCHF eine Diät. Jede restriktive Ernährung, bei der man penibel auf irgendwelche Parameter achten muss, ist eine Diät, auch wenn sie zeitlich unbegrenzt sein könnte. Wenn zum Beispiel PKU-Erkrankte ihre (wirklich ätzenden) strengen Ernährungsvorschriften einhalten, ist das nichts anderes als das lebenslange Einhalten einer Diät. [Das stört mich auch an dem Konzept LCHF. Man kann sich nicht einfach an irgendwelchen Faustformeln orientieren, sondern muss ideale Anteile von Kohlenhydraten und Proteinen berechnen. Das verdirbt mir sehr schnell jeglichen Appetit. Und Gemüse mit Butter pürieren – bah!]

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  9. Heinrich schreibt:

    Liebe Hafensonne,
    dann haben Sie an den falschen Stellen gelesen, von Leuten, die für alles „Tabellen“ brauchen. und Punkte zählen wollen. Das LCHF „Konzept“ hat nur 3 Grundregeln, EINFACHER geht es wirklich nicht
    http://lchf.de/wp-content/uploads/2015/05/Flyer-2014_-web.pdf
    Und nein, es ist keine „Diät“ in dem Sinne, wie die Dicken ihre „Frühjahrsdiät“ nach Weihnachten verstehen und hinterher wieder zunehmen. Wenn Sie es als „Diät“ verstehen, wie es im griechischen díaita definiert ist, stimme ich Ihnen gerne zu!

    Gruß Heinrich

    P.S. Aber dieses ist nicht der richtige Ort, das intensiv zu diskutieren, das möchte man der Frau Tonari wohl nicht zumuten – das wird meistens sehr „intensiv“. ;)

    Gefällt 1 Person

  10. Blumentorte schreibt:

    Nach gefühlt 100 Diäten, und ein paar Mal erfolgreich 20 Kilo runter und rauf und runter kann ich auch nach dem Lesen von LCHF nur erneut feststellen: am einfachsten hatte ich es mit den WWs. Da wird dasselbe Prinzip vorgegeben, wenngleich nicht so benannt, es funktioniert frei von Messen, Lesen, Denken, Streichen. Disziplin braucht man da auch, aber nach 2 Monaten online dabei mit Bezahlung hat man es drauf für immer und ewig. Üben freilich und durchziehen ist danach dennoch fällig. P.S. aber eine tolle motivierende Frau und an den Tisch geliefertes Essen inklusive großartiger Unterhaltung ist zweifellos unschlagbar verführerisch! ;)

    Gefällt 1 Person

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