I see faces

für Ruthie von der polnischen Ostsee mitgebracht:

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Ein “Hauskasten” für den Gasanschluss, den ich schon zu Ostern 2015 in Koszalin entdeckte.

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Rost-Parade (16)

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Rost hat Charme. Und ich finde, (d)er muss sich nicht verstecken.

Daher werfe ich immer mal ein Kameraauge auf Korrosionsprodukte, eiserne oder stählerne Dinge zeigend, an denen der Zahn der Zeit nagt. Wer mag, darf sich gerne jederzeit anschließen und auch das kleine Logo zur Rost-Parade mitnehmen. Durchforscht Eure Festplatten, lasst die Knipsen glühen und die rostigen Motive an die frische Luft, auf dass sie weiter korrodieren mögen.

Für die zwanglose Reihe habe ich mir den letzten Tag des Monats ausgesucht. Bitte verlinkt unten Eure Beiträge als Kommentar, damit ich sie in den internetten Weiten finde und sich auch andere Rostgucker daran erfreuen können.

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Im vergangenen Monat gab es einen lustigen Rostparadenzufall. Mein Juni-Beitrag zeigte eine rostige Fahrradklingel, die ich auf der Karli (Karl-Liebknecht-Straße) in Leipzig aufgenommen hatte. Elke präsentierte ebenfalls eine Fahrradklingel, aber eben auch anderen Rost, den sie auf der Karli gefunden hat. Bei einem Motiv musste ich schmunzeln, denn das habe ich seit Anfang April auch auf meiner Festplatte und wollte es irgendwann im Rahmen der Rostparade zeigen: den Drachen vom Feinkost-Gelände.

Tja, und so kommt es, dass hier heute rostige Vielfalt aus LE zu sehen ist:

Die nächste Rostparade “droht” ;-) am 31. August.

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heute: Weltpostkartentag

Der Inhalt meines KUP hat sich dank des Weltpostkartentages ein wenig reduziert. 31 Karten haben ihre Reise in die nahe und ferne Bloggerwelt angetreten. Zwei Postkartengrüße sind schon ein paar Tage länger unterwegs. Sie brauchten wegen der geographischen Entfernung ein bisschen Vorsprung.  Schließlich sollen sie ja nicht erst Mitte August ankommen, sondern bald Freude machen. Und eine weitere hat es nicht aufs Bild geschafft. Sie hatte sich verkrümelt ;-)

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Ich wünsche meinem bunten Allerlei eine gute Reise und baldige Ankunft im Zielbriefkasten. Auf das sie den EmpfängerInnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern mögen.

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Eine Karte kann die Post nicht zustellen. Die muss als Mail an die Adressatin gelangen. Ungewöhnliche Situationen erfordern – aus Gründen – ungewöhnlich Mittel.  ;-)

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Silver & Gold #7

Die güldene Eule ist eine schwedische. Drum heißt sie Uggla ;-) Sie sitzt in Stockholm über der Tür der wirklich alten Apotheke Ugglan.

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Mein Beitrag zu Annes Projekt “Silver & Gold”, das am 28. Tag des Monats läuft.

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Am schönsten Arsch der Welt

Es ist nicht überliefert, ob man den Comedian Bernhard Hoëcker vor vier Jahren aufgrund seiner Schlagfertigkeit oder seiner Körperhöhe ins Land der Hobbits gerufen hat, um Galionsfigur für eine Werbekampagne zu werden, die sich das Ziel gesetzt hat, deutsche Touristen ins Land der Kiwis zu locken.

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Die dazu gehörende Internetkampagne “Hoëcker entdeckt Neuseeland” ist im Oktober 2011 (leider) völlig an mir vorbei gegangen. Webaffine Deutsche konnten damals online Vorschläge machen und anschließend darüber abstimmen, welche Dinge der Herr H. in Neuseeland (üb)erleben sollte. Natürlich nur solche, die auch machbar sind. Bungeejumping ohne Seil gehörte eindeutig nicht dazu ;-)

Das Buch, das ich nun in den Händen halte und gerade mit Vergnügen las, erschien im November 2012 im Bastei Lübbe Verlag.

Ich bin froh, es erst nach meiner Neuseelandreise entdeckt zu haben. Zuvor hätten mir die beschrieben Orte oder Szenen nichts bis wenig gesagt. Jetzt aber habe ich so manches Bild vor Augen und muss oft schmunzeln, weil ich mich an ähnliche Situationen während unserer Tour erinnert fühle:

  • an den Ninety Miles Beach

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  • an die “Vier Schwestern”, die zauberhaften Kauribäume im Waipoua Forrest

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  • an einen nur beobachteten Spaziergang in luftiger Höhe auf dem Aucklander Sky Tower
Skywalk

Skywalk

  • an die Maori-Show in “Te Puia”

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  • den schwefligen (Heil-)Schlamm von Rotorua

Rotorua

  • und die wunderschönen Malborough Sounds, die wir überwiegend im dicken Nebel erlebten. (Der Schleier lichtete sich nur für einen kurzen Moment und wahrscheinlich nur für dieses Foto.)

Marlborough-Sounds

Okay, im Milford Sound waren wir nicht. Wir haben uns für den genauso verregneten Doubtful Sound mit unzähligen Wasserfällen entschieden ;-)

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Und die Hobbits, die besuchten wir im Dezember letzten Jahres natürlich auch.

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Das heute hier vorgestellte Buch überzeugt mich vor allem durch den ungewöhnlichen Aufbau:

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Zum einen beschreibt die 1,59 m große NZ-Werbe-Ikone augenzwinkernd die Erlebnisse auf der anderen Seite der Welt zwischen Ankunft und Abflug, schildert die anstrengenden Drehtage, Strapazen und die einzelnen Herausforderungen. Zum anderen lockert dies Co-Autor Tobias Zimmerman im Klugscheißermodus, ähm aufklärerischen Mailing-Style auf. Er gibt bei vielen Dingen quasi den Erklärbären aus dem Off. Dazu gibt es einige Bleistiftzeichnungen (von Volker Dornemann?) und kleine Fotos. Letztere allerdings lassen mich in Qualität und Bildausschnitt oft grausen. So etwas  stümperhaftes semiprofessionelles hat dieses wunderschöne Land echt nicht verdient.

Ein Reiseführer ist dieses 301 seitige Buch nicht. Ich denke, den Anspruch hat es auch nicht. Aber es eignet sich als unterhaltsame Nebenlektüre, die den einen oder anderen Aha-Effekt in sich birgt.

Ach ja, lieber Herr Hoëcker,  für den nächsten Besuch empfehle ich Ihnen dies gegen die “nervigste Mücke der Welt”:

sandfly

(In Daggis Buch-Challenge 2015  kann ich nun den Punkt 34 “ein Buch mit einem Schauplatz, den Du schon besucht hast” abhaken.) 

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wie wahr

Fahrrad

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Elizas Tochter

“Elizas Tochter” ist ein Werk von Joan Aiken (1924-2004).  Es erschien 1996 im Diogenes Verlag in der Übersetzung von Renate  Orth-Guttmann. Ich habe das Büchlein in einem öffentlichen Bücherschrank gefunden und mitgenommen. Der Klappentext klang interessant. Zudem passt das kleine Format perfekt in meine Handtasche und empfahl sich damit für die Fahrten mit der U-Bahn.

Eliza

Aus der Ich-Perspektive berichtet die Hauptfigur Eliza über ihr Leben. Sie blickt zurück auf ihre Kindheit, Jugend und die Jahre als junge Frau. Ihre Erinnerungen beginnen im Jahr 1797, als sie drei oder vier Jahr alt ist.

Liz wächst in einem kleinen englischen Dorf namens Nether Othery (“Bankertheim”) auf.  Der Ort ist bekannt dafür, dass in ihm besonders viele uneheliche Kinder adeliger “Fehltritte” in Pflegefamilien aufwachsen. So ist auch Eliza FitzWilliam ein Spross eines unbekannten Vaters und einer Mutter, von der man sagt, sie sei jung gestorben. Oberst Brandon hat das Kind als sein Mündel zur Pflegemutter Hannah Welcome gegeben. Er selbst dient im Heer gegen Bonaparte und weilt nebst Gattin Marianne im Ausland. Das kleine rothaarige Mädchen ist schon sehr früh wissbegierig und aufgeweckt. Sie liest, tagsüber in die Obhut von Hochwürden Dr. Moultrie gegeben, was ihr im Pfarrhaus unter die Finger kommt. Die Umgebung, in der sie größer wird, ist geprägt von rauen Sitten und einem rüden Umgangston. Für Liebe bleibt nicht viel Platz. “Krallenlizzy” wird sie wegen einer Missbildung an der rechten Hand gerufen.

Die neu geborene Tochter der Gutsherrin Lady Hariot übergibt man der Welcomes Tochter Biddy in Obhut. Die Lady leidet an Kindbettfieber und Depressionen. Alize und Biddys Tochter Polly werden gemeinsam gestillt und wachsen wie Geschwister auf. Eines Tages verkauft Biddy die Tochter der Gutsherrin an fahrendes Volk. Eliza rettet die Kleine buchstäblich in letzter Minute vor einem Leben auf Jahrmärkten. Daraus entwickelt sich eine tiefe Bindung zwischen den beiden Mädchen. Nachdem man Triz aus der Familie nimmt und ins Herrenhaus zurück holt, verbringt auch Eliza ihre meiste Zeit dort. Sie wird gefördert und geschult.

Lady Hariot wird nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Squire Vexford enterbt, verlässt mit ihrer Tochter Triz England und reist zu ihrer Schwester nach Lissabon. Der jüngere Bruder Vexfords hat das Herrenhaus zugesprochen bekommen und wird für Liz, die er als Monster bezeichnet, gefährlich. Lady Harriot drängt zur Abreise und gibt den Anwälten des Oberst Brandon einen Empfehlungsbrief mit. Dort beschließt man, das junge Mädchen, das gut singen und Klavier spielen kann, nach Delaford zu Elionor Ferrars und ihrem mürrischen Mann Edward zu bringen. Mrs. Ferrars ist Oberst Brandons Schwester. Nach kurzem Aufenthalt dort schickt man sie nach Bath in ein Pensionat. Im kleinen Institut Mrs. Haslams wird sie mit 50 anderen Schülerinnen ausgebildet und bekommt dort auch später eine Anstellung als Klavierlehrerin. Während dieser Zeit wohnt Liz bei einer Verwandten der Ferrars, Mrs. Montford Jebb, einer etwas schrulligen Person, mit deren Eigenarten sie aber umzugehen versteht. Ihre Musikalität versetzt sie in die Lage, bei Konzerten aufzutreten. Die kurze Bekanntschaft mit ihrem Verehrer Harry Finch-French endet in einem Desaster. Liz entgeht in letzter Minute einer Vergewaltigung, aber nicht dem anschließenden Rufmord. Sie verlässt Bath und kehrt nach Delaford zurück. Dort erfährt sie endlich von ihrer Base Elionor mehr über ihre Mutter, die auch Eliza hieß. 

Als es Mrs. Jebbs gesundheitlich nicht mehr gut geht, holt der Diener Liz zurück nach Bath. Nach dem Tod von Mrs. Jebbs macht sie sich – nun quasi ohne Dach über dem Kopf – gemeinsam mit dem Dienstmädchen Pullett auf den Weg nach London und auf die Suche nach ihren Wurzeln. 

Der (berühmte) Zufall hilft, denn sie lernt den altehrwürdigen Herzog von Cumberland kennen. Es stellt sich heraus, das er ein glühender Verehrer ihrer leiblichen, wenige Jahre zuvor verstorbenen Mutter war. Die Ähnlichkeit mit ihr und ihre musikalische Begabung lassen den Duke auch zu Liz’ Gönner werden. Sie zieht zu ihm ins große Haus nach Zoyland und wird Teil der “feinen” Gesellschaft”.

Als Liz im Sommer 19814 einen Hilferuf von Lady Hariot aus Portugal erhält, reist sie ihr nach. Dort erlebt sie einige (haarsträubende) Abenteuer, begegnet ihrem Vater Willougbhy und kehrt schließlich nach England zurück. Als Erbin eines großzügigen Vermögens, das ihr der inzwischen verstorbene Herzog überlassen hat und mit lebenslangem Wohnrecht auf Zoyland…

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Die Story um die ungewöhnlich emanzipierte junge Frau, die sehr selbstbewusst und sympathisch wirkt und das Herz auf dem rechten Fleck hat, las sich fließend hintereinander weg und hat mich beim Lesen gut unterhalten. Entgegen meiner ersten Befürchtungen ist es kein schmalztriefender  Liebesroman, sondern beschreibt eher die gesellschaftlichen Zustände der damaligen Zeit. Der offene Ausgang lässt mich nach 371 Seiten allerdings ziemlich ratlos zurück…

(Für Daggis Buch-Challenge 2015  habe ich nun den Punkt 15 “ein Buch, das in der Vergangenheit oder in der Zukunft spielt” erledigt.) 

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Das “Wanderbuch” wird nun wieder in die große, weite Bookcrossing-Welt entlassen. Möchte es jemand von Euch lesen?

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Skansen (5)

Neben all den einzeln stehenden Gebäuden oder Gehöften wurde in Skansen auch ein kleines Stadtviertel errichtet. Alleine dort hätte man stundenlang schlendern und stöbern können. Inzwischen aber ist es recht voll geworden. Schwierig, dann Motive zu finden und nicht immer Menschenmassen im Bild zu haben. Gedränge liegt mir nicht.

So also könnte eine Stadt in Schweden zwischen Mitte des 18. bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts ausgesehen haben.  Menschen wohnen dort und gleich nebenan gibt es den Krämerladen, den Bäcker und die Schreinerei, Buchdruckerei und Glasbläserei.  Daneben wird in Werkstätten produziert, was der Markt so braucht.

Ich bedanke mich beim Museum Skansen für diese wunderbare Reise durch die Zeit.  Nach 4 1/2 Stunden verlassen wir zufrieden und glücklich, aber mit platt gelaufenen Füßen das interessante Gelände.

Skansen_

Vielleicht klappt es ja noch mal mit einem Wiedersehen. Dann auch gerne bei insgesamt freundlicherem Wetter.

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fahrbarer Untersatz

Manche Fahrzeuge auf unseren Straßen sehen schon wunderlich aus. Einige davon wie protzige Rasenmäher mit Überrollbügel ;-)

anderAmpel

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ins Netz gegangen

gesehen in Ahrenshoop

fish

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