Auf dieser Insel zu sein und keine Rumtour gemacht zu haben, wäre echter Frevel, nicht wahr? Der folgende Beitrag ist aber definitiv nicht gesponsored by Appleton.
Etwas außerhalb des gleichnamigen Örtchens wird seit 1749 in Jamaikas ältester Rumfabrik Schnaps aus Zuckerrohr hergestellt. Die Lage ist sehr gut ausgesucht. Rundum Zuckerrohrfelder und die eigentliche Produktionsstätte in einem von einem Hügelkette umgebenen Tal befindlich, über das Hurrikane perfekt hinwegfegen.
Heute ist Appleton d e r Erzeuger und Exporteur von Jamaika-Rum. Im Jahr werden dort ca. 10 Millionen Liter Rum destilliert, gelagert und anschließend in Kingston in Flaschen gefüllt.
Die Fabrik ist gut zu finden, denn wenn auch ansonsten Hinweis- oder Ortsbeschilderung in Jamaika Mangelware ist, wird die Rum-Tour ganz gut ausgewiesen.
Wir haben die Möglichkeit genutzt, uns die Fabrik und das kleine Museum im Rahmen einer Führung anzuschauen. Alleine durfte man nämlich nicht herum strolchen, aber für unglaubliche 25$ pro Person bekamen wir einen Becher mit super leckerem Rumpunch in die Hand und einen Rumerklärer
an unsere Seite. (Da der beste Linksverkehrfahrer von allen wieder ans Steuer musste, probierte er nur kurz, trat mir das teuflische Zeugs gerne ab und dieses wahrte prompt die Chance gleichmäßig in mein rechtes und mein linkes Knie zu sacken…)
Den Anfang machte Paz, der arme Esel, der die Chattanooga Cane Mill antreiben musste, um 35-45 Gallonen Saft pro Stunde aus dem Zuckerrohr zu holen. Okay, heute muss er nur noch drei Runden pro Zuschauergrüppchen schaffen
Im Verlaufe der Besichtigung durften wir Melasse probieren und kamen auch auf das heutige Gelände der Rumfabrik. In der eigentlichen Produktionshalle war fotografieren leider verboten.


Erst in einer der kleinen Lagerhallen mit den Eichenholzfässern durfte ich die Kamera wieder zücken.
Wir erfuhren auch, dass der älteste dort lagernde Rum 49 Jahre alt ist. Pünktlich zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit Jamaikas im kommenden Jahr wird das Fass dann geöffnet.
Zum Abschluss des Rundganges erwartet den völlig unterrumtem Besucher eine Verkostung von 13 Pullen diverser alkoholhaltiger Getränke unterschiedlichen Alters, Farbe, Aromatisierung. Okay, wir haben nur genippt und einiges lieber ausgelassen. Als ausgesprochen lecker erwies sich eine Variante mit Blue Mountain Kaffee. Die darf auch mit nach Deutschland.
Und ganz zum Schluss noch einmal den Ausgangsrohstoff: das Zuckerrohr.
Wusstet Ihr, dass der Rum nach dem Brennen glasklar und weiß ist? Erst durch die Lagerung in den Eichenholzfässern wird er von Jahr zu Jahr dunkler (und schmeckt auch immer besser). Wobei, ganz so mein Ding ist Rum nicht. Ich habe festgestellt, dass er mir als Grog immer noch am besten schmeckt, aber dafür ist es hier definitiv zu warm.



Hihi… rum..getourt… toll! Danke für diesen wissenswerten Ausflug und liebe Grüße!!
oh mann eh … diese bilder
Wie aus irgendeiner längst vergessenen zeit … WUNDERSCHÖN ( bis auf den esel, der arme !
ich mag rum auch nur heiss im tee .. weiss gar nicht wie man den sonst noch trinkt ?! Pur ? Vermutlich schon .. he he
scheint mir als bist du ab und wann biz geknütelt dort auf der insel , aber so lange die bilder noch so gestochen scharf sind ist sicher nicht so schlimm :O))
hier wird ganz viel in Cocktails gerumt
Früher gab´s bei uns Rumtopf, mit diesen nacheinander eingelegten Früchten…Unsere nördlichste Stadt ist ja auch Rumstadt und hat viel aus der Gegend, in der du gerade RUM fährst, importiert. LG von Rana
Ungerecht ist das, wir haben die Kälte und du den Rum
**hicks** kann man auch mit Eiswasser trinken. Meine Reisebegleiterin seinerzeit (zur Kaiserzeit) hat Rum in der Thermoskanne mit Eiswasser verdünnt mit an den Strand genommen.
Nicht zur Nachahmung empfohlen.
Wo ihr überall rum-tourt, das ist ja rekordverdächtig.
Aber Rum wäre auch nix für mich. Neeee echt nicht.
Aber die sind schon recht gewitzt, euch probieren zu lassen, ok in Whisky-Firmen in Irland war es auch so. Und dann bitte kaufen!
ENDLICH schaffe ich es, deinen Beitrag zur Rum-Probe zu lesen! Und jetzt weiß ich auch, warum Rum braun wird. Rum ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich lege Rosinen darin ein, wenn ich backe. An der Nordsee gibt es immer den Kakao mit Rum (Tote Tante) und das vorzugsweise im Winter. Das macht schön warm!
Ein schönes Schlückchen Rum im Punsch finde ich sehr verfeinernd.
Auch ein Gläschen Feuerzangenbowle mag ich hier und da ganz gerne. Oder aber im Sommer einen fruchtig-süffigen Planter’s Punch… 
Danke für’s Mitnehmen beim Rum-Touren!
♥liche Grüße!