Vor der Kreissparkasse in Ratzeburg steht eine Bronzefigur, der ein bisschen der Schalk aus dem Nacken springt. Kein Wunder, ist doch der Künstler, der diese Skulptur schuf, derselbe, dem auch der berühmte Möllner Eulenspiegelbrunnen zu verdanken ist.
Ein daneben angebrachtes Schildchen trägt folgende Inschrift:
Der Taschenmann von Ratzeburg ist längst schon populär. Ihn zu besuchen, kommen oft die Leute von fernher. Und jeder sieht sein Schmunzeln gern und denkt: Der bringt es weit! Er spart mit Zins und Zinseszins und Mündelsicherheit. Er weiß, das Geld im Sparbuch wächst wenn man es pflegt und schont und daß sich jederzeit der Weg zur Kreissparkasse lohnt.
Barfuß, ein Grinsen im Gesicht und die Hosentaschen ausstülpend. Was will er uns sagen? Ich bin auch ohne Knete in der Tasche guter Dinge und fröhlich unterwegs?
Karlheinz Goedtke schuf den “Taschenmann” 1957. Angesichts von Banken- und Statttskrisen bekommt die Skulptur aber irgendwie noch einmal einen anderen Touch. Ein Schelm, wer da an ausgenommene Kunden denkt



Da oute ich mich äußerst gerne als Schelm! Dieser Taschenmann kann mittlerweile durchaus als Symbol für ungezählte geprellte und getäuschte Bankkunden stehen!
1957: Da gab es noch satte 2 Prozent aufs Sparbuch. Staatlich garantiert. Die Garantie gibt es nicht mehr – und siehe da: Heute wurstelt das bei unter 1% herum.
Ich wusste doch, dass ich eine Statue in dem Stil schon mal gesehen habe! Danke fürs drauf hinweisen!
Grüsse, Max
Damals bekam man noch Zinsen für Geld auf dem Sparbuch. Die Zeiten sind leider vorbei.
Dieser Taschenmann steht heutzutage wohl für viele, die von Banken geprellt wurden, ich erinnere nur an die Lehmann-Pleite.
Der steht wenigstens dazu!
Haben ja genug Blender die Taschen leer… und versuchen es zu verbergen!
Sehr passend.
Die Figur sähe vor einem Finanzamt auch gut aus *lol*
Liebe Grüsse CoolPic
Die Figur steht ja vor einer Sparkasse genau richtig, man sollte vor jede Bank so eine Skulptur stellen
LG
Agnes