Seit 14 Jahren gibt es in Berlin alljährlich ein Festival zu Ehren des Hopfenblütentees. Aus den unterschiedlichsten Gründen waren wir dort noch nie zu Gast. Am Freitag jedoch wollten der beste Biertrinker von allen und ich nach der Arbeit nur nur mal kurz über die Biermeile hüpfen…
Bei freiem Eintritt, aber durchaus gepfefferten Preisen pro Pulle oder Glas lockten viele internationale Biersorten die neugierigen Biertrinker an. Die Veranstalter sprachen von ca. 2.000 aus 86 Ländern. Biersorten, nicht Besucher
Nun ja, die Menge wird niemand wirklich durchprobieren können. Auch, wenn die Fete drei Tage dauert
Immerhin aber kann man hier zünftig seinen Wissensdurst hinsichtlich des Gerstensaftes löschen.
Den längsten Biergarten der Welt (2,2 km) einmal hoch und runter laufend, probierten wir uns durch einige exotische Näpfe. Schön, wenn man zu zweit unterwegs ist, dann kann man sich den Glas- oder Flascheninhalt so wunderbar teilen.
„Bier ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien die schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das angenehmste.“
Plutarch, griechischer Philosoph
Zum Auftakt gab es Mango-Bier aus Ghana, das sich als super leckeres Mädchenbier Sommerbier entpuppte.
Es folgten indisches Yogi-Bier, dunkles Andechser und süffiges Kellerbier in historischer Vor-Ort-Abfüllung von 1911
Belgisches Kirschbier aus Grimbergen (daran kann man sich echt gewöhnen), Hanoi-Bier aus Vietnam (daran eher nicht) und – mein Favorit – Altbayreuther Braunbier. Das war würzig, malzig und sehr süffig.
Guinnes (erwartungsgemäß gut), Wittenberger Kuckucksbier (nicht so unser Geschmack) und ein trinkbarer Gruß aus Cuba, wobei unklar blieb, ob Carlos Normalbürger das in seinem Heimatland überhaupt noch zu kaufen bekommt. Wir vermuten eher nicht
Zwischendurch gab es auch mal einen festen Happen in Form von gegrilltem Schwarzbierfleisch
und dazu ein passendes Ehringsdorfer Bier aus Weimar.
Und das Affenbrotbaumbier aus Tansania konnten wir natürlich auch nicht links liegen lassen.
Aber es gab nicht nur Bier. Auf 18 Bühnen erschallte mehr oder weniger unser Musikgeschmack. Quetschkommoden- und Blasmusik sind eher nicht so unser Ding. Auch nicht mit einigen Bierchen intus. Hängen geblieben sind wir dann bei “The Red Zephyrz”, einer schottischen Rock Coverband.
Sie hatten sich auch gleich ihre eigenen Fans mitgebracht: Briten, die sichtlich ihren Spaß hatten.
Diverse Helferchen waren auf der Meile auch zugegen: Der Biernotdienst setzte knapp bekleidete Krankenschwestern ein, um sein Gebräu an die Patienten zu bringen,
Promillestreifen mit Alkoholtestern waren unterwegs und auch die Gilde der Fassroller hatte alle Hände voll zu tun.
Gaaaanz wichtig vor allem aber war das hier:
Aus unserem eigentlich nur kurz geplanten Bummel wurde ein ziemlich langer Abend. Kurz vor Mitternacht waren wir wieder zu Hause. Bierseelig










och ist das genial… kannste näxtes mal eher bescheid geben, dann kommen wir rüber und testen mit… mail me up tonari
2011 gibt es das bestimmt wieder. Wäre dann das 15. Bierfestival.
Mir ist, als wäre es immer am ersten Augustwochenende.
na mal schaun
bitte rechtzeitig dann bei dir im blog alarm schlagen
)
lg ute
Oh, ich hoffe, ich denke dran.
Ach ja, die alljährliche Biermeile. Wir waren noch nie da und werden uns wohl auch nicht dahin verlaufen, weil wir keine Biertrinker sind. Aber mein Chef erzählt jedes Jahr davon, weil er int unmittelbarer Nähe wohnt.
Ihr habt Euch aber tapfer durch die (Bier-)Welt gekostet und sicher so manche Geschmacksexplosion erlebt. Waren ja ganz exotische Sorten dabei. Unter anderem das “gute” Ehringsdorfer aus Weimar. Das lieben wohl auch die Studenten und Professoren der Bauhaus-Uni, wie Flori schon mehrfach erwähnte.
Apropos – lieben Dank für Deine mutmachenden Zeilen. Inzwischen bin ich wirklich nicht mehr ganz so … naja, Du weißt schon – schließlich kennst Du diese Gefühle aus eigener Erfahrung und Japan liegt auch nicht gerade um die Ecke.
Ich Dir eine schöne Woche – liebe Grüße von “um die Ecke” von Marlene
Ab und an mag ich im Sommer ein Mädchenbier, so ein ultraleichtes mit Lemon gespritzt. Schwarzbier hingegen trinke ich schon mal ganz gerne, verkneife es mir aber kalorientechnisch. Der Schwarzbiergenuss muss in den Genen liegen, denn es gibt da böhmische Vorfahren
Ansonsten: Ich drück Dich jetzt mal und kann Deine Gefühlsachterbahn gut verstehen. Das Töchterlein plant gerade einen erneuten einjährigen Ausflug in das Land des Sushis und der täglichen Erdbeben.
Der Regierungsbezirk Oberfranken hat mit über 200 Brauereien die höchste Brauereidichte der Welt. Im Durchschnitt kommen auf eine Brauerei 5.000 Einwohner. Die absolute Besonderheit Oberfrankens dabei sind die 171 handwerklichen Brauereien, die sich mit ihrem „Zaubertrank“ bis heute erfolgreich am Markt behauptet haben und mehr als 500 ver-schiedene Biersorten anbieten.
) auch hier her: http://www.buergerbraeu-schinner.de/
Das Altbayreuther Braunbier kommt (natürlich
Liebe Grüße!
Oh, ich sehe schon, Du willst mich anlocken
*lach* – (Ober)Franken ist bestimmt eine Reise wert
!
Nach spätestens zwei Bieren hättest Du mit mir Schubkarre spielen können! *g
Schön, dass Ihr länger durchgehalten habt. Ich stelle mir das auch sehr interessant vor!
Nun ja, einen Napf geteilt, da kann frau schon mal 4 Bierchen (0,33) genießen. Und dann waren wir ja von ca. 15 bis 23 Uhr unterwegs
Unter diesen Umständen hätte ich gegen 15:30 Uhr die nötige Bettschwere gehabt, um den Tag milde lächelnd ausklingen zu lassen! *g
Trockene Weine vertrage ich deutlich besser als Bier. Außer Carib; davon könnte ich Fässer leeren und immer noch gerade stehen. Allerdings am liebsten vor Ort, natürlich! ;o)
Eine trockene Rotweinmeile wär ja auch mal was. Aber ich glaube, die Veranstaltung heißt dann Weinverkostung
Der Name ist mir spätestens nach zwei Stunden egal! *g
Du hast geteilt? Echt?
So bin ich eben
Au, warum machen die so was spannenden immer nur bei Euch und nie in der Provinz. *grummel*
Weil wir nichts unversucht lassen, Deine Liebste und Dich hierher zu locken
ich hätte schon nach einem bier tschüssi gesagt oder zwei halben
. ist das immer noch in der karl-marx-allee? ich kann mich erinnern, daß damals schon recht viele menschen mit runden schuhen unterwegs waren, als ich noch dort in der nähe wohnte. *hicks*
KMA zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor (Warschauer Straße)
Oh, die Schlümpfe kenne ich! Die sind auch auf dem Münchner Frühlingsfest gewesen!
Mann, so ein Bierfestival wäre was für Meinereiner gewesen! Ich glaube, ich melde mich für nächstes Jahr schon mal an.
aber nur als Schlumpf
Hicks, da wird man ja schon vom Lesen blau.
Ich staune, wie trinkfest ihr zu sein scheint.
Wollte schon fragen, wann es denn zum Verlust der Muttersprache kam.
Und? Habt ihr alleine nach Hause gefunden? Oder hattet ihr ein Schild am Bändchen umhängen, wo eure Adresse drauf stand: “Lieber Taxifahrer, diese Person bitte im Morgengrauen bei Familie Tonari in der XYZ Straße abliefern”
Aber klingt gut, diese Weltreise in Sachen Bier.
Alles im grünen Bereich. Die U-Bahn hat uns brav heim gebracht und es gab auch keinen Kater am nächsten Tag.
Da staunt der absolute Nicht-Bier-Trinker, was es so alles gibt. Für mich wäre eine Long-Drink-Meile ein Anreiz und dann mit chinomsos Tipp, mit dem besagten Bändchen um den Hals.
Hauptsache, Ihr seid gut uns sicher wieder gelandet und hattet Spaß
Uuuuuuh! Jaaaaaa! Longdrink-Meile! Da wäre ich auch sofort mit dabei! *Hicks!*
Gibt es dann auch Cocktails? *gibber
Bei einer Long-Drink-Meile hätte ich schon nach dem ersten Glas kapituliert. Ein gut gemachter Mai Tai reicht nämlich für den ganzen Tag.
Biermeile – das erschüttert mich jetzt doch.
Das Ereignis an sich oder unser Besuch dort?
Beides
Da ich weiss, welche Steine Kulturveranstaltern in den Weg gelegt werden, frage ich mich Jahr für Jahr, wie diese Bierschwemme genehmigt wird. Im vergangenen Jahr hat sogar der Gesundheits!!!stadtrat das dreitägige Besäufnis eröffnet.
Ansonsten habe ich nichts gegen gutes Bier – nur wenn sich die Massen dazu versammeln um es sich einzuverleiben, ist das nicht mein Programm. Einerseits zu alt dafür und andererseits wahrscheinlich noch nicht wieder alt genug…
Ich hatte den Eindruck, dass es vor allem in- und ausländische Touristen anzieht.
Aber wie bei allem: Gut, dass die Geschmäcker verschieden sind. Für uns war es keine Besäufnismeile, sondern mal eine amüsante Begegnung mit Bieren, die nie zuvor unsere Zunge gelaufen waren. Und Freitagnachmittag war es noch erstaunlich leer, gelassen und freundlich.
Die Mehrzahl der Biere bekommst Du wahrscheinlich das ganze Jahr über – zumindest in Berlin. Dju Dju gibt es z.B. in beinahe jedem Afrika-Shop zu kaufen und auch in vielen Kneipen. Und es gibt viele Bier-Spezialläden – auch in der Nähe vom Strausberger Platz ist einer mit Hunderten von Bieren im Angebot.
Ich wäre da zwar vermutlich durstig wieder weggegangen, weil ich keinen Alkohol trinke, aber nett sieht´s aus.
Und was es alles für Biersorten gibt
Es gab auch alkoholfreies Bier, liebe Frau Momo. Und Softdrinks ebenso. Durstig brauchte also niemand bleiben.
Ich war mal vor 5 Jahren dort. Da gab es noch nicht viele Dixie-Klos und man ist permanent durch Pisspfützen gelaufen. Zum Teil haben die Männer hinter und neben Fressbuden…naja…. Hab keine gute Erinnerung dran, auch weil ich nüchtern bleiben musste (Auto) und jegliches Essen völlig überteuert. Scheint ja jetzt besser zu sein. Dann kann ich das auch mal wieder ins Auge fassen.
Mir ist nicht aufgefallen, dass es Pinkelprobleme gab. Vielleicht aber war ich auch in einer “gesitteten” Ecke. Dixi-Klos gab es zuhauf und auch bewirtschaftete Container mit Wasser zum Händewaschen.
Die Preise waren wirklich nicht ohne, aber das ist es auf einem “Rummel” wohl nie.
Hach, mir als leidenschaftliche Biertrinkerin hätte das bestimmt gut gefallen.
Liest sich sehr interessant und “lecker”!
Killepitschbier gab es aber nicht
Ich trinke eigentlich nie Bier außer auf der Wiesn in Form von Radler und auch nur eins, dann habe ich einen sehr gesunden Kichermodus, mehr ist für keinen ertragbar!
Aber Affenbrotbaumbier hätte ich auch gekostet…
Affenbrotbaumbier ist völlig überbewertet
Also ich bin keine Biertrinkerin, aber Affenbrotbaumbier hätte ich auch mal versucht
Sag mal, schaffen das denn alle bis zum Ende der Biermeile?
Ich ahne, dass der eine oder andere über die ersten Stände nicht hinaus kommt. Glücklicherweise kann man die Meile von beiden Seiten beginnen -)
He, in Thüringen gibt es so leckeres Bier – warum musste es ausgerechnet die “Plempelbrühe” von Ehringsdorf sein? Schade schade, aber ansonsten wäre ich auch gern dabei gewesen!
Willkommen hier.
Tja, wir kannten das Ehringsdorfer nicht und waren ganz arglos
Danke für das Willkommen, lese schon eine Weile hier (seit meinem DSL-Anschluss im Dezember 09) und der freundlichen Empfehlung von Frau Landgeflüster
Es freut mich, dass du Dich jetzt mal als stille Mitleserin outest. Und vielleicht “traust” Du Dich jetzt ab und an, einen Kommentar zu hinterlassen. Gibt es (D)einen Blog, den ich mitlesen könnte?
Nee leider nicht … aber ich denke, so interessant, wie Ihr alle schreibt – da kann ich Weimarer Landpflanze nicht so richtig mithalten – auch wenn ich gerne und viel Eure Blogs lese! Bei mir passiert vielleicht so wenig
Macht Spass so etwas anzuschaun..
ob nun trinkfest oder nicht
Mir gefallen all die tollen Flaschen
mit oder ohne Inhalt..ist egal
Tolle Fotos..danke fürs zeigen..
Ich finde es total spannend, wie sich an der Biermeile die (Blog)Geister scheiden
Thank you, Tonari, for featuring our band (the Red Zephyrz) among your many excellent photographs. It was a genuine honour to be invited to play at this festival. I hope everyone who stopped to listen enjoyed our performances.
Unfortunately, when you are playing on stage there is very little opportunity to see the festival very much. ………or even to try lots of different beers! I have learned more about the festival from you and your friends talking to each other than from the whole three days I was there. Thank you again from Scotland.