Heute fühle ich mich ein bisschen wie das Entchen im Bücherregal.
Manche Seminare strengen richtig an. Manche auch nicht. Aber so eines war mir diesmal nicht wirklich vergönnt. Keine Wissensvermittlung durch Infoschüttung Frontalunterricht, sondern Lernen durch Interaktion und für mich so ultra anstrengende Übungen in Rollenspielen. Immer wieder beobachten und – viel schlimmer
– beobachtet werden. Und, um die Quälerei zu toppen persönliche Aufregung nahezu ins Unermessliche zu steigern, das Drama auch noch mit einer Videokamera aufgezeichnet zu bekommen und anschließend gemeinsam auswerten zu müssen. Mit Querschläge(r)n in Meetings klar kommen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Immer wieder Feedback geben und einstecken können erhalten. Und, und, und…
“Richtiges” Arbeiten in der normalen Alltagssituation ist echt schöner, sag ich Euch.
Ich habe es überlebt, wenn auch immer mal ein bisschen gelitten, aber viel dazu gelernt, Neues auch über mich erfahren, einiges bestätigt bekommen. Und nun glaube ich, demnächst dringend ein Seminar besuchen zu müssen, das meinen Perfektionsdrang wegzauberttrainiert



Zu diesem Seminar komme ich mit, liebe Tonari.
Es ist anstrengend, immer perfekt sein zu wollen.
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Ich wünsche dir einen angenehmen, entspannten Abend.
Liebe Grüße
Heike.
Ach, meine Liebe, ich weiß ja vom Kopf, dass das mit der Perfektion ein schwer zu schleppendes Kreuz ist und, dass ich auch mal alle Fünfe grade sein lassen sollte. Merkwürdigerweise fallen mir aber immer solche Dinge aufs Bein, bei denen ich annahm, mal ein wenig “nachlässiger” in der Recherche oder so sein zu können. Vielleicht schlägt hier die sich selbst erfüllende Prophezeihung zu?!
Meine liebe Tonari,
du bist perfekt genug und ausgesprochen bewundernswert, so wie du bist, leibst und lebst! Du bist eine tolle Frau, eine sehr fürsorgliche Mutter, die liebste aller Ehefrauen und eine echte Freundin!
*Drück-und-Umärmel*
… Und mit Sicherheit auch eine wunderbare Chefin!
Liebe Margot,
ich danke Dir fürs Aufrichten, bin jetzt aber ein bisschen beschämt.
Klang der mich ganzkörperlich überrollende Selbstbewusstseinsknick so durch, ja?
ja, solche gruppendynamischen Seminare finde ich auch sehr anstrengend… und zu dem anderen komme ich auch mit. Nicht, das ich wirklich perfekt wäre – aber ich würde es gerne sein und mache oftmals viel zu viel um es einigermaßen zu erreichen, statt einfach fünfe gerade sein zu lassen…
Ich kenne das Pareto-Prinzip, die 80/20-Regel
und sie fällt mir so, so, so schwer, obwohl ich sie für logisch halte. Nur irgendwie werde ich immer nach den verbleibenden und somit ungeklärten Prozenten befragt
Oh, der Ente ist quasi im Beisein von Einstein das Hirn ausgefranst.
Ich hoffe, deins ist nur ein wenig gegen den Strich gebürstet worden.
Weiterhin viel Spaß.
Das Hirn ist nicht ausgefranst, denkt auch gerne mal um die Ecke oder gegen die angesagte Windrichtung, aber die Haare standen gelegentlich zu Berge
Wenn dieses neckische Tierchen noch lange in seiner Nähe ist, dann nennt er sich noch in “Entenstein” um.
Diese Rollenspiele kenne ich zum Erbrechen, ich habe sie auch “geliebt” – aber sie sind wirklich nützlich, wenn auch anstrengend.
Um so schöner ist das Ausruhen danach.
Die Nützlichkeit sehe ich ein. Der Stein im Magen löst sich dennoch nicht. Präsentationen gehen locker von der Zunge, aber wenn ich Situationen spielen muss und sie nicht authentisch sind, dann leide ich wie der besagte Hund.
Diese Theorie, immer 150 Prozent geben zu müssen, ist sowieso Schwachsinn. Mehr als sein Bestes kann keiner geben. Und das ist in den allermeisten Fällen auch völlig ausreichend.
Insofern: Relax!
Ich bin da ganz genügsam, hihi. Mir reichen schon 100 % und die sind vielleicht schon mehr als andere zu geben bereit sind.
Mein ganzes (Berufs)Leben ist ein einziges Rollenspiel. Nur sagt niemand: Gezz is mal gut. Relax.
Dann nimm einfach etwas von meinem “Relax” da oben; ich teile gern! ;o)
Ich versuche, meinen Kollegen zu vermitteln, dass sie Fehler machen dürfen. Nur nicht denselben immer und immer wieder. Dann ist was faul im Staate Dänemark…
Nur mein Maßstab an mich ist da irgendwie anders
Rollenspiele sind so garnicht mein Ding.
Mag sein, sie sind nützlich..
Liebe Grüsse,Elke
Ich finde Fortbildungen meist anstrengender als die normale Arbeit. Aber sie sind auch wichtig und wertvoll, wenn für einen selbst was dabei rauskommt.
Erhol dich am Wochenende gut.
Lieben Gruß
Anna-Lena