“Mädel, hol Dir bloß keinen kalten Hintern.” pflegte meine Großmutter immer zu sagen, wenn sie mich auf irgendwelchen Treppenstufen sitzen sah. An diese Worte musste ich denken, als ich die vier splitterfasernackten Berliner Bronzefiguren im Schnee am Spreeufer entdeckte.
Die Skulpturen gehörten ursprünglich zu einem achteckigen Brunnen, den Wilfried Fitzenreiter (1932-2008) gestaltet hatte und der seit 1988 in der Karl-Liebknecht-Straße vor dem ehemaligen Palasthotel zu sehen war.
Das Hotel wurde 2001 abgerissen, und mit ihm verschwand auch der Brunnen. An gleicher Stelle entstand ein neuer Hotel-, Büro- und Geschäftskomplex, das “DomAquarée”. Seit 2007 sitzen die lebensgroßen Gestalten nun wieder nahe ihres ursprünglichen Platzes auf der Mauer, auf der Lauer…






Und links ein Junge?
Auf dem letzten Foto?
Ob der das will, was ich denke?
Ich erschrecke jedes Mal, wenn ich nachts dort entlang gehe und die Figuren dort sitzen.
Ich mag solche Skulpturen … Schön, dass sie “überlebt” haben und nun die Mauer zieren …
Lieben Gruß
Iris
@ Chinomso
Ja, der Knabe hockt ganz links auf dem letzten Bild. Er hat ein Bein angezogen, will also weder springen noch pinkeln
@ Marlies
Kann ich mir gut vorstellen
@ Lilie
Sie sind wirklich sehr lebensecht. Vielleicht besuche ich sie bei wärmeren Temperaturen noch mal für ein paar Nahaufnahmen. Ich freue mich jedenfalls auch, dass sie nicht eingeschmolzen wurden
Das nennt man abgehärtet, bei Wind und Wetter ohne zu Murren dort zu sitzen
.
Liebe Grüße
Anna-Lena
Finde ich auch klasse, dass die kostbaren und kustvollen Figuren erhalten blieben und so einen prima Platz bekommen haben. Werde ich mir demnächst mal ansehen.
)
(Das ersehnte Paket ist in meiner ‘Bürotasche’ und geht Montag zur Post. Ist schon fest verschnürt und rutscht unruhig in der Tasch hin und her… Es will weiter…
Danke für deinen Kommentar und dein Kompliment. Ich freue mich auch auf deinen Beitrag und was noch so alles folgt! Liebe Grüße Bärbel
Oh, der Bub kann gar nix mehr wollen, nehme ich mal an. Die Mädels auch net. Mit bloßem Hintern bei minus zwanzig Grad im Schnee hocken, da sind die Blasenentzündungen vorprogrammiert.
Danke für die schönen Fotos, meine Liebe. Die sind mir während des wundervollen Wochenendes bei euch gar nicht aufgefallen.
@ Anna-Lena
Abgehärtet sollte die Bronze eigentlich sein, oder?
@ Indication
Willkommen hier.
Die Figuren sind wirklich sehr lebensecht und mir gefällt, dass man eine neue Verwendung für sie gefunden hat, auch wenn sie ursprünglich Brunnenfiguren waren. Nun gucken sie halt auf die vorbeifließende Spree.
Und ansonsten bin ich auf das/dein Blogperlenpäckchen schon sehr, sehr gespannt.
@ Freidenkerin
Ich glaube, wir sind an der Vierergruppe nicht vorbei gekommen. Vermutlich hätten wir beide spontan auch sofort an leidende Hämorrhoiden gedacht und gekichert
Die Figuren sind mir auch damals 1999 aufgefallen, als ich in Berlin im Urlaub war mit meinen Familie. Da stand das Hotel noch, hast recht.
Ich kenne sie auch. Da gibt es sogar ein Foto von mir
Guck:
http://rosenruthie.files.wordpress.com/2010/02/in-berlin.jpg
Da waren die anderen Figuren auch mit drauf, aber auch Verwandtschaft
Das finde ich toll das sie an ihren
usprünglichen Platz zurück gekehrt sind
wenn auch auf der Mauer.
Liebe Grüsse,Elke