Essen auf Rädern

Bei der S-Bahn Essbahn hätte es mich ja nicht so sehr verwundert. Nomen es omen ;-) Aber in den Abendstunden scheint unsere U-Bahn nun auch zum Esstisch Speisewagen zu mutieren.

Gestern saßen links neben mir zwei Blondinen vier edel-designte rosafarbene Langfingernagelhände und tranken dabei genüsslich Hopfenkaltschale Bier aus ihren mitgebrachten Pullen. Zum Nachtisch gab es Nuss-Nougat-Creme-to-go ;-)

Rechts vertilgte eine Mutti die Reste aus der fettig-duftenden Happy-Meal-Tüte, während Junior kräftig am Strohhalm seines Kaltgetränkes zog. Akustisch allerdings war der Pappbecher aber bereits seit Stationen leer und das Schlürfgeräusch entsprechend hoch.

Und gegenüber fütterte sich ein Pärchen gegenseitig mit Obststückchen aus einer Plastikschale. Ganz nett und bestimmt viel gesünder als bei meinen Nachbarn. Allerdings vergaßen sie nicht zu erwähnen, dass es doch schon verdammt nach Mehrfruchtwein schmecken würde ;-) Bahnt sich hier ein Gammelobstskandal an?

Frau Boulette wird das Phänomen “Essen auf Rädern in der Unterwelt” weiter beobachten… Vielleicht gibt es bald eine Kampagne der BVG “Gemeinsam fahren – Gemeinsam essen!” und ein Boardservice wird eingeführt. Das verhindert dann eventuell auch durch die Waggons kullernde Pfandflaschen und löst das Müllproblem unter den Sitzen ;-)

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6 Antworten zu Essen auf Rädern

  1. Wortman schreibt:

    Gemeinsam fahren – gemeinsam essen klingt doch richtig gut. Ich würde da gleich mal einen Brief an die Direktion schreiben :)

  2. Dana schreibt:

    Ja, und was wäre außerdem mit: “Gemeinsam fahren – gemeinsam Musik aus dem Handy hören” :p

  3. Andrea schreibt:

    In Köln ist zumindest des Essen im ÖPNV verboten … ich glaube, trinken auch. Und das find ich gut. Kann mich dran erinnern, dass ich mal morgens im Bus saß, zwei Handwerker mit “Kaffee zum Mitnehmen” einstiegen und als der Bus anfuhr, diesen prompt meinem Gegenüber auf die Hose kippten … davon mal abgesehen, dass die arme Frau den ganzen Tag nach Kaffee stinkend im Büro sitzen durften – die haben sich noch nicht einmal entschuldigt.

  4. freidenkerin schreibt:

    Also, ich wäre sehr dafür, in den Münchner U-, S- und Trambahnen zumindest an den Wochenenden eine Art Bistro- und Cafe-Wagon einzurichten. Dort könnte sich dann das ganze Bier-, Wodka- und Sektflaschen leerende und teilweise recht pöbelhaft und laut verhaltene “coole”, party- und vergnügungsgeile Jungvolk verziehen und die restlichen Fahrgäste hätten endlich wieder Ruhe und Frieden!

  5. Clara Himmelhoch schreibt:

    Die sagen eben alle: “Was der Deutschen Bahn recht ist der S-Bahn wohl billig – also auch dort Verpflegungswaggons und die kleine Schwester U-Bahn will nicht nachstehen. – Nimm dir ein dickes Knoblauchbaguette mit, da hast du bald ein Abteil für dich. :-)

  6. mohrle schreibt:

    stirbt grad vor Lachen*

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