Normalerweise meldet sich der Kapitän eines Flugzeuges kurz vor Beginn des Sinkfluges und verkündet, dass in wenigen Minuten der Airport x erreicht wird und dort das Wetter y zu erwarten ist.
Kurioserweise war das auf dem Rückflug von Düsseldorf am vergangenen Donnerstag Vatertag nicht so. Aufhorchen ließ mich der Satzaus dem Cockpit: ” Sie wissen ja bestimmt alle, wohin sie fliegen.” Es folgte die Wetterdurchsage und der Hinweis, dass es an Bord einen Passagier gibt, der mit Freunden seinen Junggesellenabschied feiern würde und sie ihn zu diesem Zwecke “entführt” hätten. Und für den künftigen Bräutigam soll das Ziel eine Überraschung sein.
Irgendwie müssen ihn die Kumpels in das Flugzeug bekommen haben, ohne dass er beim Boarding etwas vom Ankunftsort mitbekommen hat. Monitore mit einer Flugroutenanzeige gab es in der Kabine glücklicherweise auch nicht
. Und so glaubte ich, dass er dann spätestens bei der Landung das Flughafengebäude sehen und den Schriftzug Berlin-Tegel lesen könne oder aber sich die Kabinenansage verplappert. Weit gefehlt… “Herzlich Willkommen auf ihrem Zielflughafen. Bitte bleiben Sie noch so lange angeschnallt sitzen, bis wir …”
Am Gepäckband sah ich den jungen Mann. Eine gut abgeklebte Schlafmaske verhinderte seinen Durchblick. Um ihn herum schnatterte es fröhlich französisch und er hatte vermutlich noch immer keine Ahnung, wo er sich befand.
Was für eine coole und kreative Idee. Und wie klasse, dass das LH-Personal den Spaß mitgemacht hat. Schade aber, dass wir nicht erfahren werden, wann und wo das Städte-Geheimnis gelüftet wurde



Hätte nicht gedacht dass eine Fluglinie so was mitmacht.
Ist aber voll nett von ihnen gewesen den Spaß mitzumachen.
Mich würd auch interessieren mit was er letztendlich überrascht wurde
Sieh mal einer an, daß da so viel Humor und Menschlichkeit in solch einem großen Konzern steckt. Das ist sehr erfreulich. Das Gesicht von dem Entführten hätte ich nach der Aufklärung nur zu gerne gesehen!
Liebe Grüße!
Das sollte man mit mir mal machen; ich glaube, ich würde im Achteck springen!
Ich hasse Überraschungen – aber ich kann auch kommentieren *grins*
@ SImon
Ich war auch ganmz baff. In den “Billigfliegern” hört man ja ab und an eine etwas anders gelagerte Durchsage, aber die Mutter aller Fluglinien hatte ich bis dahin für zu Seriös gehalten
@ Freidenkerin
Hoffentlich bekommt da nun niemand Ärger, weil der Paragraph z der Vorschrift 0815 nicht eingehalten wurde
@ Piri
*jubelt* Willkommenn hier!!!
Wie jetzt? Echt? Du magst keine Überraschungen? Naja, unangenehme mögen wir alle nicht
Sollte ich eines Tages heiraten, dann hoffe ich von solch Überraschungsgedöns verschont zu bleiben. Aber in Berlin sind solche Extreme ja eh nicht üblich, da dieses Brauchtum sich mehr in anderen Orten festgesetzt hat. Welch ein Glück sind wir Berliner in der Beziehung normal!
klasse Idee! Und dass die Mannschaft von dem Flugzeug bei dem Spaß mitgemacht hat, zeigt, dass sie auch nur Menschen sind