Angeregt durch Mischas Beitrag über die japanische Baustellen, möchte ich euch meine Fotos bzw. Beobachtungen nicht vorenthalten.
In unmittelbarer Nähe unseres Hotels wurde gerade ein Gebäude abgerissen, blickdicht gesichert durch einen Bauzaun und mit einigen Hinweisen (und Entschuldigungen?) für die Vorbeigehenden versehen.

Baustellenbeschilderung
Neben der Ein- und Ausfahrt stand ein älterer uniformierter Herr, der darüber wachte, dass niemand durch den Verkehr der Baufahrzeuge belästigt oder gar verletzt wurde. Fuhr gerade kein LKW hinein oder heraus, dann entschuldigte sich der Mitarbeiter eben für sonstige Unannehmlichkeiten.
Auch in der Nähe des Kaiserpalastes wurde gebaut. Baustellen jeglicher Art üben eine magische Anziehung auf mich aus, insbesondere dann, wenn ich dann auch noch Besonderheiten entdecken kann. Die Marunouchi Area Map ließ uns wissen, dass gegenüber das Shin-Tokyo Building steht und sich das neue Gebäude zwischen Marunouchi MY Plaza und der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ befindet. Allerdings konnte ich keinen Hinweis finden, was hier gerade entsteht. Vielleicht hat ja jemand der Tokyoter Mitleser einen Tipp?

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Interessant war vor allem der Bauzaun.

Bauzaun mal anders
Zum einen geschmückt mit Kinderzeichnungen, zum anderen begrünt. Ich musste natürlich schnell mal hinter die Absperrung springen und anfassen, denn aus der Ferne hielt ich es für eine Plastikhecke. War´s aber nicht. Irgendein grünes Hartlaubgewächs in Erde. Oh, wenn das ein Vertreter unserer Naturschutz- und Grünflächenämter sieht, dann fordern sie so etwas zukünftig auch in Berlin als Ausgleich für Baumaßnahmen
Total faszinierend auch, dass die Baufahrzeuge aussahen als kämen sie geradewegs aus der Auslieferungshalle des Herstellers.

saubere Baufahrzeuge im Einsatz
Keine Erdklumpen an den Reifen, keine Kalk- oder Zementspritzer, kein Rost, kein sonstiger Baustellenschmutz. Geradezu steril. Unglaublich. Und es war wirklich nicht das einzige Fahrzeug, das so aussah.

Zementmischer
Die Lücke im Bauzaun offenbarte, dass hier gerade am Erdgeschoss gearbeitet wurde. Vielleicht floss auch just in diesem Moment der Beton in den künftigen Tresorraum.

hinter dem Zaun
Tja, und das war dann auch das Ende meiner Fotoserie, weil der Herr (rechts im Bild und bereits auf mich zeigend) für asiatische Verhältnisse außergewöhnlich wütend und wild gestikulierend auf uns zu kam, „No Foto!“ brüllte und mir mit all seiner Körpersprache unmissverständlich zu verstehen gab, dass ich hier nicht zu knipsen hätte. Vielleicht ein Wichtigtuer, aber ich wollte es nicht drauf ankommen lassen
Haha, sumimasen auf dem ersten Bild kann ich tatsächlich noch entziffern
Entschuldigt sich und verbeugt sich, so muss es sein!
Das sind in der Tat enorm saubere Baustellenfahrzeuge! Wie geht das? Ist da ständig einer am Gange, der die Teile abspritzt, abkratzt, poliert?
Endlich mal ein Bauzaun der gut aussieht.
Hi Tonari! Das zweite Foto kenne ich
Das war in Marunouchi oder? Das Haus ist mittlerweile fast fertig. Ich mach mal ein paar Fotos. Ich bleib am Thema Baustellen für Dich dran
, Viele Grüsse aus Toko, Mischa
@ Miki
Respekt! Du kannst/konntest Japanisch?
@Freidenkerin
Ich frag mich das auch. Vor allem hab ich überall im Land sehr saubere Autos gesehen.Auch die Privatwagen sahen wie geleckt aus.
@Jerry B. Anderson
Bei uns gibt es manchmal welche, die von Künstlern mit Grafitti versehen werden
@Mischa
Ja, in Marunouchi. ich füge oben mal noch einen Stadtplanausschnitt ein.
Oh ja, und es wäre ganz toll zu sehen, was draus geworden ist. Baustellen sind doch ein ergiebiges Thema, oder? Ich freu mich
Und vielleicht kann ich dich ja auch mit dem Kanaldeckelfotografiervirus infizieren… Japan ist nämlich schlichtweg d a s Land der unbegrenzten Kanaldeckelfotografiermöglichkeiten
@ tonari: Während meines High-School-Jahres in den USA hatte ich ein Jahr Japanisch-Unterricht. Zu behaupten, ich hätte jemals Japanisch gekonnt, wäre maßlos übertrieben – allerdings kann ich noch nach dem Weg zur Toliette fragen
Man muss eben Prioritäten setzen
Vielleicht komme ich morgen oder übermorgen mal dazu in meiner Mittagspause ein paar Fotos zu machen. Ich bin auch gespannt, wie weit das Gebäude ist. Viele Grüsse, M.
@Miki: Das ist aber auch eine enorm wichtige Frage! Essen, Trinken und Schlafen kann man mit Händen, Füßen und Mimik ausdrücken – aber die sogenannten „Geschäfte“? Hm!
@ freidenkerin: Genau! Ich hab den Satz in Japan auch mal angewendet und man hat mich (zum Glück) sogar verstanden
Ich habs leider noch nicht zur Baustelle geschafft… aber hier ein kleiner Vorgeschmack: http://blogs.yahoo.co.jp/bokedori/36681342.html. Das Ding heisst: Marunouchi Park Building. Viele Grüsse, M
@Mischa
Boah, das ist echt beeindruckend. Mach dir bloß keinen Stress wegen eigener Fotos. Ich bin ganz geduldig. Freut mich schon jetzt, dass du mir den Link geschickt hast. Domo Arigato.
[...] beim Park Building handelt es sich um das Gebäude bzw. um die Baustelle, die schon von einer befreundeten Bloggerin entdeckt wurde. So schliesst sich der Kreis wieder. Das [...]