Oh, es riecht gut, oh, es riecht fein!
Heut rühr’n wir Teig zu Plätzchen ein.
In der Küche wird gebacken,
Helft nur alle Mandeln knacken!
Oh, es riecht gut, oh, es riecht fein!
Butter, Zucker, glatt gerührt,
Und die Bleche eingeschmiert!
Eier in den Topf geschlagen,
Und die Milch herzugetragen!
Weißes Mehl, das wolln wir sieben,
Aber nichts danebenstieben!
Bärbel Fenja trägt heut Mutters Schürze,
Und sie mischt schon die Gewürze.
Peter Cata rollt den Teig ganz stolz
Mit dem runden Nudelholz.
Inge Marina sticht die Formen aus.
Herzen, Sterne werden draus.
Wenn sie auf den Blechen liegen,
Heißt es, in den Ofen schieben.
So, nun wolln wir Ordnung machen
Von den vielen Backesachen!
Oh, es riecht gut, oh, es riecht fein!
Die Plätzchen werden fertig sein,
Weihnachtskringel braun und rund
Eins zum Kosten in den Mund.
Oh, es riecht gut, oh, es riecht fein.
In unserer Küche roch es heute tatsächlich lecker, sehr lecker.
Meine Freundin Cata und ich hatten uns heute zum gemeinsamen Weihnachtskeksebacken verabredet. Ebenfalls an Bord: Marina, Dana und Catas Tochter Fenja. Angesichts dieser weiblichen Übermacht flüchtete der beste Koch von allen in die Sauna und überließ uns sein Reich. Und so konnten wir uns so richtig austoben am Dicken Karl, an Zimt- und Haferflockenmakronen, an Butterplätzchen und an Schottischem Buttergebäck. Wobei die Letzteren heute partout nicht gelingen wollten. Die kleinen runden Kügelchen flossen im Herd hartnäckig auseinander. Zutaten wie immer, nur die gesäuerte Butter durch ungesäuerte ersetzt und schon klappt es nicht mehr. Ein bisschen ratlos hockten wir schon vor dem Backofen und entschieden uns dann, uns von unserer Erwartungshaltung in Sachen Formgestaltung zu verabschieden und den gebackenen Teig in kleine Täfelchen zu zerschneiden und so in die Keksdose wandern zu lassen. In Punkto Geschmack mussten wir ja glücklicherweise keine Anstriche machen.
Damit sich unsere Geschmacksnerven von den süßen Strapazen erholen konnten, zauberte Dana zwischendurch superleckere Udon (eine japanische Nudelsuppe mit Huhn und Pilzen, Rettich, Möhre, Ei und Spinat, eigentlich auch mit Tofu). Auch Marina hat das japanische Essen genossen.
Dafür konnte sie leider bei der Verzierung der Butterplätzchen nicht mehr mitwirken, weil sie mit Freundinnen aus der Klasse zu einer Party verabredet war. Hier schlug dann Fenjas ganz große Stunde: Bunt und phantasiereich wurden Tannenbäume, Schnee- und richtige Sterne, Weihnachtsmänner und -engel, Schmetterlinge und Musikinstrumente verschönert. Eben alles, was die Ausstechformen so hergegeben hatten.
Jetzt trocknet noch der Zuckerguss.
Und dann muss alles ganz schnell in sicheren Dosen untergebracht werden. Am Besten mit einer Mausefalle oben drauf




Noch nie in meinem Leben haben wir an einem Tag so viele Plätzchen gebacken
Wer soll die bloß alle essen?!
Ich hab auch noch nie so viele gebacken
Oma und Opa haben vorhin Bedarf angemeldet, Lucas auch. Also, das wird schon.
Hmmm… sieht ja lecker aus.
Ich muss mal kramen, wo meine Ausstechförmchen so rumfliegen. Bei mir geht die Plätzchenbäckerei in den letzten Jahren immer erst direkt vorm Fest los – wenn nämlich meine großen Töchter hier einfallen und meine Küche in Mehlstaub und klebrige Zuckerglasur hüllen. Für die ist Weihnachten – immer noch – kein richtiges Weihnachten ohne Selberbäckerei. Von diversen anderen Festritualen aus der Kindheit mal ganz zu schweigen.
Dabei ist die Große inzwischen schon selber Mama.
Hach, und das “Oh, es riecht gut” kenn ich auch noch, sogar mit Melodie.
@Hochhaushex
Ich hab auch noch nie so früh im Jahr den Weihnachtsbackanfall bekommen. Aber es fand sich kein anderer gemeinsamer freier Termin mit meiner Freundin. Und jetzt ist es ein supergutes Gefühl, diesen “Punkt” schon mal abgehakt zu haben.
Die grünen sehen ja schon fast gefährlich aus.