mein Sohn ein Drache, mein Mann eine Ratte.
Ihr ahnt vielleicht, dass nicht die „Kosenamen“ tierischer Herkunft gemeint sind, die gelegentlich bei Missstimmungen verwendet und dem anderen gedanklich oder real an den Kopf geworfen werden. Nein, es handelt sich um die japanischen Tierkreiszeichen, in denen man geboren wird und die sich nicht wie bei uns monatlich, sondern jährlich ändern. Und natürlich ordnet man hier wie dort den in diesem Zeitraum geborenen Menschen bestimmte Charaktereigenschaften zu.
Stier/Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Huhn, Hund, Wildschwein und Maus/Ratte stehen in Japan zur Auswahl.
Töchterlein und ich sind übrigens Hasen. Und ihr?
Morgen nun hat unsere Gasttochter Geburtstag. Sie wird erfahren, dass man in Deutschland mit diesem Geburtsdatum ein Skorpion ist. Ein Geschenk von uns wird daher eine kleine silberne Kette mit ihrem (europäischen?) Sternzeichen sein.
Ich bin eine Ratte.
Da ist mir der Stier lieber. Ehrlich.
Also ich bin ein Affe – das klingt ja auch nicht gerade freundlich.
Also NEZUMI ist in Japan (in China ist es anders) eigentlich die Maus, und so wird sie auch i.d.R. dargestellt: Als suesse knuffige weisse (Labor)maus.
Mein Kleiner ist auch ne Maus geworden, mein Mann und die „Grosse“ sind beide Hunde und ich bin ein Tiger. Tiger und Maeuse sollen sich angeblich nicht gut verstehen, ich hoffe mal, das trifft nicht mal auf uns zu. Und in puncto Liebesbeziehung sollen Hunde und Tiger eine positive Beziehung haben. Der Tiger fuehrt den ruhigen Hund an Orte und bringt ihn dazu, Sachen zu machen, die der etwas gewohnheitenliebende Hund nie so machen wuerde. Und der ungestuerme, unruhige Tiger findet im Hund den ruhigen Punkt im Chaos, den er noetig hat. Stimmt sogar mal in unserem Fall.
Schlange! ich hasse Schlangen! da bin und bleibe ich lieber Schütze …
Einen schönen Geburtstag wünsche ich deiner Gasttochter.