Das Eintrittsgeld in den Yosemite National Park hatten wir gestern beim Durchfahren schon bereitwillig entrichtet. Zwanzig Dollar für eine 7-tägige Besichtigung oder achtzig für einen Jahrespass, gültig in allen amerikanischen Nationalparks. Die Frage stellt sich angesichts der noch kommenden Parks nicht wirklich, oder?
Also, dann die Wasserflaschen ins Auto gelegt und los ging die Kurvenfahrerei. Eigentlich hätte ich mitzählen sollen. Uneigentlich hatte ich mehr damit zu tun, meine Gleichgewichstorgane unter Kontrolle zu halten. Dabei gab sich mein kränkelnder GöGa meinetwegen solche Mühe mit der gezielten Unterschreitung der geduldeten Höchstgeschwindigkeit
Belohnt wurden wir im Yosemite Valley mit traumhaftem Wetter und tollen Aussichten auf die umgebenden Berge. Besonders gefiel mir, dass sich die Bäume nicht im Einheitsgrün zeigten, sondern bereits ihr fotogeneres Herbstgelb trugen

Die berühmten Yosemite Falls führten allerdings recht wenig Wasser. Kein Wunder bei der hier herrschenden Trockenheit. Immer wieder sind wir unterwegs an abgebrannten Waldstücken bzw. Bäumen vorbei gekommen.

Die spektakulären Granitfelsen sind schon sehr beeindruckend. Man fühlt sich so mickrig…

Im Tal selbst waren relativ wenige Touristen unterwegs. Sicherlich liegt es daran, dass wir hier deutlich außerhalb der Saison reisen. Das macht die Sache sehr angenehm und entspannt. Und überhaupt könnte man auch hier einige Tage mehr verbringen…

Wer beobachtet hier eigentlich wen? Ich war erstaunt, wie wenig scheu die Tiere doch sind. Der Kojote, den wir unterwegs sahen, war allerdings zu schnell wieder aus dem Sucher der Kamera verschwunden. Schade. Bären haben wir auch heute nur auf Verkehrsschildern und in den Gift-Shops gesehen

Ebenfalls zum Yosemite Nationalpark gehört der Mariposa Grove. Dort konnten wir ein wenig umherwandern und wahrlich gigantische Riesenmammutbäume bestaunen. Der beeindruckenste unter ihnen ist der 2.700 Jahre alte Grizzly Giant mit einem Umfang von 30 und einer Höhe von 64 Metern.

Ein Douglas-Hörnchen ließ sich von meiner Annäherung nicht im mindesten stören und knabberte weiterhin an seinem Futterzapfen herum.

Morgen geht es wieder weiter. Da der Tioga-Pass wider Erwarten noch nicht wegen Schnee und Eis geschlossen ist, haben wir kurzfristig unsere geplante Route geändert und werden an den Mono-Lake fahren.
Ach ja, und eben bemerke ich doch, dass ich den Artikel zum Yosemite Park auch ganz gut in das laufende ABC-Projekt einordnen kann. Zufällig ist in dieser Woche das Y dran.











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