Jette hat auf ihrem Blog 10 Kleinigkeiten aus ihrer Wohnung gezeigt. Das ist sehr persönlich und eine gute Idee, wie ich finde.

Also habe ich mich auch auf die Pirsch nach Motiven gemacht. Auf knapp 119  Quadratmetern muss doch was zu finden sein. Ehemals zwei Wohnungen. Jetzt ein langer schmaler Flur, ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und zwei wir- wissen-noch-nicht-was-draus-wird-Zimmer (wwnnwdw-Räume), zwei Balkone, dazu eine große Küche und natürlich ein Bad. Platte. Von vielen gemieden und verspottet. Warum auch immer.

Unsere beiden wwnnwdw-Räume waren bis vor kurzem zeit- oder wahlweise Kinder-, Computer- bzw. Arbeits-,  Bügel,- Kram- und Austauschschülerinnen-Zimmer. Jetzt gilt es alles neu zu ordnen. Die Kinder sind inzwischen ausgezogen, die Gasttochter wieder im Heimatland.  Mal gucken. Sehr komfortabel so viel Platz.

Beim Suchen nach meinen Kleinigkeiten bin ich übrigens bald verzweifelt. Einige sind entweder nicht herzeigenswert oder aber sie entpuppten sich als sehr divenhafte Fotomotive: entweder wurden sie immer zu dunkel und im Blitzlichtgewitter unattraktiv, zeigten unschöne Spiegelreflexe oder waren einfach nicht scharf zu kriegen ;-) Drum gibt es heute erst einmal nur 4 von 10. Fortsetzung folgt.

Klezmer

Klezmer

Im Bücherregal vor der Reiseliteratur befinden sich meine beiden liebsten Steh-rums und Staub-eins, auch wenn Juebe sie bestimmt in die Kategorie “Jewish-Disneyland” einordnen würde… Entdeckt habe ich beide vor vielen Jahren in der “Jewish Art Galery” gegenüber der Maisel Synagoge  in Prag. Sie wollten einfach mit zu mir ;-)

Mentha x piperita

Mentha x piperita

Auf Balkonien wuchert wächst Pfefferminze für den Hausteegebrauch…

hier haften Erinnerungen

hier haften Erinnerungen

und an der Magnetwand in der Küche sammeln sich keine Rezepte, sondern Urlaubs- und andere Erinnerungen nebst einem Kurzzeitwecker.

Schwarzmeermuscheln

Schwarzmeermuscheln

Diese kleinen Muscheln habe ich 1983 an der bulgarischen Schwarzmeerküste in der Nähe von Созопол gesammelt und in fingerzerstechender Kleinarbeit für eine Kette aufgefädelt. Passte damals gut zum selbstgemachten Batik-Look und Tramperlotterleben. Und Zeit spielte in den Semesterferien wirklich keine Rolle…

Marinas Rückkehr-Pakete werden von uns per Sendungsverfolgung aufmerksam ;-) beobachtet.

Was mag denn in der Sprache des großen gelben Boten bedeuten: “Sendung ist in Transport ins Zielland aufgenommen”?  Was ist denn das für ein komisches Deutsch? Ist sie nun unterwegs (auf´m Schiff) oder wartet sie noch in irgendeinem Container auf das Vollwerden desselben?

ABCProjektkleinMein Beitrag in dieser Woche zu Kerkis ABC-Projekt.

Unsere Aufgabe ist es mindestens ein Foto zu zeigen, das mit dem jeweiligen “Buchstaben der Woche” verknüpft ist. Auf welche Art darf man/frau/blogger dabei selbst bestimmen. In dieser Woche ist es der Buchstabe G, den wir bebildern sollen.

G wie Gras, das über die Abschiedstraurigkeit wachsen wird.

Graeser

G wie grün, grüne Reispflanzen in Japan.

Reis

G wie Guben, wo in einem Eisenwerk volkseigene Kanaldeckel produziert wurden.

VEB Eisenwerk Guben

VEB Eisenwerk Guben

yorokobuÜberall in der Wohnung gibt es Spuren, die Marina hinterlassen hat. Nicht nur welche, die unserem Zusammenleben und den zahlreichen Geschenken und Basteleien geschuldet sind, sondern auch welche, die offensichtlich gezielt platziert wurden.

An der Pinnwand oder aber in einer der Schreibtischschubladen. Im Bad ein vergessenes Handtuch, über der Stuhllehne das verwaiste Happi.

In ihrem Zimmer beispielsweise hängt nun eine kleine Kalligrafie mit dem japanischen Zeichen yorokobu (sich freuen, erfreuen).

Eine 5-Yen-Münze mit einem Bändchen daran fand sich heute in einer  leer geräumten Schreibtischschublade. Dazu einen Hinweiszettel, dass dieses in Japan eine Glücksmünze sei.

go en

Na, dann habe ich ja nun einen neuen Talisman. Danke, Marina! Und ich hoffe, er hilft nicht nur in Japan ;-)

Wenn man bei Rästelaufgaben mitmacht, kann man manchmal etwas gewinnen. Okay, in meinem Fall war es “nur” ein Trostpreis, aber über den habe ich mich heute richtig gefreut. Frau Landgeflüster hat mir einen realen Kartengruß in den Briefkasten flattern lassen, der zudem auch noch witzig war. Aber so kennen wir sie ja und den Heinz Erhard, von dem der Spruch stammt:

Auf einem Baume saß ein Specht. Der Baum war hoch. Dem Specht war schlecht.

Aber, liebe Frau Landgeflüster, Sie haben vergessen, Ihren Absender zu hinterlassen. Ich wollte doch auch…

Und dann gab es noch ein Lebenszeichen aus Bloghausen. Vor 10 Tagen hatte ich bei am.a.zon dieses Buch bestellt und damit die Freidenkerin kurzzeitig in der Verkaufsrangliste nach oben gepuscht. Und nun halte ich ihr Erstlingswerk in den Händen. Nein, eigentlich nicht mehr, denn es liegt schon in Warteposition auf der Lauer dem Liegestuhl :-)

Spanschachtel-Lektüre

Was spricht jetzt eigentlich gegen das Lesen einer ersten Kurzgeschichte? Nichts, oder? Und der Landgeflüsterkartengruß kann gleich als Lesezeichen herhalten. Praktische Bloggerwelt. Doch halt, was lese ich beim Aufschlagen der ersten Seiten?

Dieses Büchlein widme ich meinen Freunden:

Freude – Schönheit – Weisheit – Güte – Humor – Stärke – Geduld – Demut- Kunst.

Hm, und wo bleiben wir, die deinigen treuen Blogleser? Freidenkerein, Freidenkerin, welch ein Fauxpas ;-)

Eigentlich gibt es keine passenden Worte für das, was in mir vorgeht.  Spontane Reaktion meinerseits: Nie wieder ein Gastkind. Das kann frau ja nicht aushalten. So viel Schmerz, so viele geweinte und ungeweinte Tränen. So viel Unglücklichsein auf allen Seiten.

Am Freitag nahmen nun unwiederbringlich die letzten Stunden in Berlin ihren Lauf. Abends hatte Open Door International alle Austauschschüler und – falls mit angereist –  auch die Gastfamilien zum gemeinsamen Grillen in eine Kölner Jugendherberge eingeladen, an dem wir aber nicht teilnahmen. Der eigentliche Flug über München nach Tokyo fand erst am Sonnabend statt.

Am Freitagvormittag führte Marinas Weg noch einmal in die Schule, um eine Mathematikklausur mitschreiben zu können. Allgemeines Kopfschütteln, aber sie wollte es unbedingt so und nicht anders. Vielleicht auch eine Art Ersatzbeschäftigung, um nicht zu sehr ins außermathematische Grübeln zu kommen.

Mittags dann eines ihrer Lieblingsessen: Kartoffelbrei mit Ei und roter Beete. Anschließend noch kleine Abschiedsgeschenke. Wir freuten uns sehr über ein wunderbares Fotoalbum, in dem sie das Jahr noch einmal Revue passieren ließ und sich herzlich dafür bedankte. Und sie sprang im Gegenzug beim Aufspannen des Ampelmännchen-Regenschirms gleich drei Mal in die Luft. Zum einen liebt sie den grünen Geher und den roten Steher und zum anderen war vor zwei Wochen der eigene Schirm kaputt gegangen.

Es folgten diverse Ein-, Um- und Auspackversuche, um den Koffer auf die genehmigten 20 kg zu trimmen. Im Ergebnis blieb noch ein ziemlich großes Paket hier und muss demnächst zur Post. (Hey, Cata, dein besser- mit-dem-Abschicken-noch-warten-Tipp war goldrichtig. Am Freitagabend fanden wir die ersten Dinge, die vergessen wurden, am Sonnabend trudelte noch ein Brief ein und heute kam der Anruf, dass die Wise-Guys-CD noch im Player liegt und nur die Hülle mit nach Japan geflogen ist.)

Irgendwann war er nicht mehr herauszuzögern, der Gang zum Auto, der Transfer zum Flughafen. Tränen beim Schulterblick zum Haus, noch mehr beim Öffnen des Kofferraums. Sie fand sich nicht sehr tapfer, ich mich auch nicht und gestand uns beiden zu, weinen zu dürfen. Glücklicherweise gab es auf der Fahrt noch viele nette Worte über unsere gemeinsame Zeit, über japanische Austauschschüler in Deutschland, über Gott und die Austauschwelt. Scherzhaft meinten wir, dass wir in der letzten Stunde noch ein bisschen garstig sein müssen, damit das Verabschieden leichter fällt. Aber Marina entgegnete, dafür sei es nun definitiv zu spät ;-)

Am Flughafen-Terminal wartete bereits ihre Japanisch-Klasse samt Lehrerin und zusätzlich noch ein paar Freundinnen. Eine tolle Idee, Unterricht außerhalb des Klassenzimmers zu machen ;-) Und gut so, denn nun verteilte sich die Abschiedsstimmung auf unsere Familie und einen gackernden Haufen junger Mädels nebst einem nichtgackernden Vertreter des männlichen Geschlechts. Es regnete kleinere und größere Abschiedsgeschenke. Ich ahne, sie konnte sich in dem Tohuwabohu überhaupt nicht merken, was von wem kam. Unmengen von Einzel- und Gruppenfotos wurden geschossen, Umarmungen ausgetauscht, die Augen immer feuchter, irgendwann flossen Tränen in Strömen. Mittags noch hatte ich unserer Gasttochter erzählt, dass man in Deutschland scherzhaft sagt, man möge doch ein Laken nehmen, wenn das Taschentuch zum Trocknen der Tränen nicht mehr ausreicht. Und augenzwinkernd entgegnete sie, ein Handtuch sei schon griffbereit im Handgepäck. Und das kam nun auch tatsächlich zum Einsatz. Ich glaube, dem Personal in der Abflughalle war der flennende Menschenauflauf nicht ganz geheuer. Zeitweise standen wir alle den anderen Passagieren echt im Wege und das, obwohl ich schon eigenmächtig einen der Absperrpfosten vor den Check-in-Schaltern bei Seite geräumt hatte. Aber watt mutt, datt mutt. Auch das Töchterlein hatte heute mal die Uni Uni sein lassen und war nach Tegel gekommen, um ihrer Gastschwester „Auf Wiedersehen“ zusagen.

Und irgendwann drängten wir dann zum Aufbruch. Sie musste noch durch die Sicherheitskontrolle und eigentlich war schon Boarding Time. Das Flugzeug nach Köln-Bonn würde vermutlich nicht wirklich warten. Noch ein letztes Mal knuddeln und versuchen zu trösten, aber dabei selbst mit dem verdammten Wasser in den Augen kämpfen. Am schlimmsten war, an der Situation nichts ändern zu können. Austauschjahre sind eben endlich. Ich dachte immer, damit rational umgehen zu können. Tatsächlich aber zog es mir das Herz zusammen. Bedauernde und mitfühlende Blicke fremder Fluggäste machten es auch nicht einfacher. Und dann eine letzte Verabredung, ein Versprechen auf ein Wiedersehen, egal in welchem der beiden Länder. Noch ein paar Mal hat sie sich umgedreht auf dem Weg zur Kontrolle, gewunken, geschluchzt und dann war sie weg.

Nur die Mädels aus der Schule hatten eine gute Position an einer Glasscheibe erwischt und kreischten noch einmal auf als unsere japanische Tochter kurz dahinter auftauchte. Marina Superstar! Ich finde, sie hat eine wunderbar emotionale VIP-Verabschiedung erlebt.

In den kommenden Stunden war ich nicht wirklich in der Lage, über Marinas Abreise zu sprechen. Sobald die Rede darauf kam, versagte meine Stimme und es kullerten die Tränen. Wie sehr man sich doch in so relativ kurzer Zeit an einen vormals fremden Menschen gewöhnen und ihn lieb gewinnen kann. Auch wenn der Kontakt über Internet & Co heutzutage ja relativ einfach zu halten ist, werden wir sie vermissen. Ihr tadaima wird uns fehlen…  

Inzwischen wissen wir, dass sie wieder gut bei ihrer Familie angekommen ist. Zum Glück fallen auch die vorher angekündigten 10 Tage Schweinegrippe-Quarantäne im Elternhaus aus. Die Behörden haben es sich inzwischen anders überlegt. Re-entry-Shock wäre schon schlimm genug, da muss nicht noch ein Lagerkoller hinzukommen.

Die letzte Woche ihrer Zeit in  Deutschland war eine einzige Abschiedstournee.

Am Montag und Dienstag fanden die beiden Sommerkonzerte des Schulchores statt. Für den zweiten Abend hatte Marina uns Karten besorgt. Naja, so richtig genießen konnte ich es nicht. Zum einen, weil das den nahenden Abschied noch greifbarer machte und zum anderen, weil ich alles mit der blöden Videokamera festhalten musste. Diese Aufgabe hat sonst immer der beste Chorauftrittfilmer von allen übernommen.  Der aber schwächelte an diesem Tag :-( und  konnte sich später alles nur als Mitschnitt ansehen. Auch diesmal war wieder ein japanisches Lied im Programm und Marina begleitetes es am Flügel. Eine Strophe sang der Chor, eine sie.

Eine sehr schöne Tradition des Chorleiters ist es, den jungen Menschen, die den Chor wegen des bestandenen Abiturs verlassen, eine Stimmgabel zu schenken,

damit sie auch im Leben immer den richtigen Ton treffen.

Sehr bewegend auch die Marinas Verabschiedung. Zu ihrer großen Freude bekam auch sie eine Stimmgabel überreicht.  Und wurde noch einmal extra beschenkt. Wobei mir sofort der Atem stockte, als ich die überdimensionale Verpackung sah. Wie soll das denn bitte in den Koffer gehen, schoss es mir durch den Kopf. Beim Auspacken entpuppte sich das Geschenk dann aber als Rollbild in Form eines Notenschlüssels. Puh!

Zum Glück hatten das Gast- und Töchterlein nach dem Konzert gemeinsam reichlich mit dem Text für Marinas Eltern zum re-entry-Shock zu tun. Das lenkte gut ab.

Am Mittwoch hatten nachmittags einige ihrer Freundinnen zum Grillen eingeladen und abends musste  nun wirklich gepackt werden. Das erste 20kg-Paket war gefüllt, ein zweites auch und noch immer gab es einen Rest, der schwerer war als in den Koffer durfte. Und ich ahnte, dass es vermutlich noch Abschiedsgeschenke regnen wird und auch dafür Platz (und Restgewicht) übrig bleiben muss.  Und Marina hatte keine Lust. “Ich mag nicht packen!”  Tränen -  erst ihre, dann meine.  Schmerzlich, diese Zerrissenheit zu sehen. Klar freute sie sich auf ihre Eltern,  Familie und Freunde in Japan.  Aber sie wollte auch gerne noch bleiben…

Donnerstag dann fuhren wir zu Cata und ihrer Familie. Sie haben eine wunderbar große Terasse und beim Wettergott pünktlich zu unserem Eintreffen Sonne bestellt. Den ganzen Tag war es nämlich grau und nieselig gewesen und sah eher nach einer gepflegten Wohnzimerparty aus.

hungrig

Und wie man sehen kann, gab es ziemlich hungrige junge Menschen am Tisch ;-) mit gehörigem Appetit und viel Spaß miteinander sowieso. Selbst Catas kleiner Sohn, seines Zeichens bekennender Salat- und Gemüsehasser, hat kräftig zugelangt.  Allerdings haben wir ihm gemeinerweise erst hinterher gesagt, was er da eben alles gegessen hat. So lange war es nämlich nur ein japanisches Essen namens Okonomiyaki.

Tja, dann hieß es auch hier irgendwann “Auf Wiedersehen” zu sagen. Und natürlich gab es auch ein bzw. zwei Abschiedsgeschenke. Ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel (Gut, dass ich es wusste. So konnte quasi in letzter Minute einen Selbstkauf verhindert werden.) und ein Brandenburger Tor aus Schokolade. Die Freude war riesig. Marina mag das Spiel und sie mag Süßes.

Danke Cata, dass wir den letzten Abend bei dir sein durften. Zu Hause wäre vielleicht der Abschieds-Blues noch viel früher gekommen. So waren alle in größerer Runde ein bisschen mehr abgelenkt.

Wir haben dann zu Hause bis weit nach Mitternacht am Küchentisch gesessen, erzählt und gelacht. Lieber  hat unsere Gasttochter den Geschirrspüler ausgeräumt, als die letzten Handgriffe in Sachen Kofferpacken zu machen. Um halb zwei fiel ich todmüde ins Bett und Marina telefonierte noch mit ihrer Mutter in Japan. Der letzte Tag war angebrochen… (Fortsetzung folgt)

und tränenreich war er, unser Abschied heute Nachmittag vom Töchterlein auf Zeit. Eigentlich hätte für den Flughafen Tegel eine Hochwasserwarnung ausgegeben werden müssen, denn alle, die dort Marina “Auf Wiedersehen!” sagten, hatten “nahe am Wasser gebaut”.

Ich berichte, wenn  sich nicht dauernd beim Erinnern die Schleusen wieder öffnen…

Die Tränen weinender Menschen aller Rassen sind gleich:
Es gibt keine farbigen Tränen.

© Willy Meurer, (*1934), deutsch-kanadischer Aphoristiker

ABCProjektkleinMein  neuer Beitrag zu Kerkis ABC-Projekt.

Die Aufgabe der TeilnehmerInnen ist es mindestens ein Foto zu zeigen, das mit dem jeweiligen “Buchstaben der Woche” verknüpft ist. Auf welche Art darf man/frau/blogger dabei selbst bestimmen. In dieser Woche ist es der Buchstabe F, den wir bebildern sollen.

Und so beginne ich mit der Feuerschale, in der die warmen Flammen lodern und nach Herzenslust züngeln. Hört ihr, wie es knackt? Bemerkt ihr den unverwechselbaren Brandgeruch?

Feuerschale

Die Füße des Töchterleins sind es, die hier in japanische Zehensocken (tabi) und Schuhe (geta) gesteckt wurden, um im Japanischen Garten  über Wasser zu laufen ;-)

Fuesse

Und zum Schluss noch ein Kanaldeckelfoto aus Freiburg.

Kanaldeckel in Freiburg im Breisgau

Kanaldeckel in Freiburg im Breisgau

Manchmal wundere ich mich über meine Mitmenschen. Vor allem darüber, wie sie sich verhalten. Und ich frage mich besorgt, ob mal wieder meine Erwartungshaltung an andere zu hoch ist.

Da findet eine Familienfeier statt. Man kommt zusammen, um in geselliger Runde einen bestimmten Anlass zu feiern. Und mittendrin ein Gastkind, das die deutsche Sprache zwar ganz gut beherrscht, aber eben nicht immer alles versteht.

Ja, natürlich wird sie freundlich begrüßt. Auch von denen, die sie bisher noch nicht kennen gelernt haben. Aber schon die Mühe neben der Nennung des Vornamens auch noch zu erklären, wie wer mit wem verwandt ist, macht sich keiner mehr. Es waren übrigens ganz einfache Verknüpfungen, nicht der 375.  Schwipp-Schwager mütterlicherseits ;-)

Ein Gespräch wird nicht gesucht. Also ich hätte ja jede Menge Fragen an einen ausländischen Gast – woher auch immer -, der zudem noch meine Muttersprache leidlich gut verstehen kann. Andere aber wohl leider nicht. Macht es zu viel Mühe, notfalls andere Worte der Erklärung suchen zu müssen, langsam und deutlich zu sprechen?

Was für Antworten erwartet man bitte auf die Frage: “Wie bist du denn mit der Mentalität in deiner Gastfamilie klar gekommen?” Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich mit der Frage auch noch direkt angegangen fühle. Aber vielleicht höre nur ich da wieder das Gras wachsen… Große Augen, fragender Blick. Das kann sie, so formuliert, einfach nicht verstehen.

Ein Glück, dass das Töchterlein immer gut reagierte und wirklich unermüdlich erklärte. Zum Beispiel was ein Kachelofen ist, um den sich eine Familienstory rankte. Leider war die Pointe inzwischen schon vorbei, bis Marina verstand und nun musste auch die noch einmal erzählt werden.

Und auch bei einem “Wie hat es dir gefallen?” wird man vermutlich nie eine andere Antwort als “Toll!” oder “Sehr gut!”bekommen ;-) Ihr merkt, ich schwanke zwischen Erstaunen und Enttäuschung…

Falls hier noch andere Gasteltern mitlesen: Wie hat man in eurem Familien- und Freundeskreis auf eure Gastkinder reagiert? Neugierig, zurückhaltend, desinteressiert? Neugier = Fehlanzeige?

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