Rost-Parade (4)

Rostparade_Logo

Rost hat Charme. Und ich finde, (d)er muss sich nicht verstecken.

Daher werfe ich immer mal ein Kameraauge auf Korrosionsprodukte, eiserne oder stählerne Dinge zeigend, an denen der Zahn der Zeit nagt. Wer mag, darf sich gerne anschließen und das kleine Logo zur Rost-Parade mitnehmen. Es würde mich freuen. Durchforscht Eure Festplatten und lasst die rostigen Motive an die frische Luft, auf dass sie weiter korrodieren mögen.

Für die zwanglose Reihe habe ich mir den letzten Tag des Monats ausgesucht. Nächstes Ultimo ist dann am 31.08.2014. Bitte verlinkt Eure Beiträge als Kommentar, damit ich sie in den internetten Weiten wieder finde und sich auch andere Rostgucker daran erfreuen können.

Hier lugt ein rostiges Rohr ganz keck unter einem Bauzaun hervor. Bei genauerem Hinsehen hat es sogar noch ein Gesicht mit einem ganz, ganz breiten Maul und passt damit nicht nur zur heutigen Rost-Parade, sondern auch zum morgigen Gesichtsprojekt von Ruthie.

Rostrohr

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Kanaldeckelbeute

Auf unserer kleinen Deutschland-Rundreise in der vergangenen Woche entdeckte ich einige neue Exemplare für meine Kanaldeckelsammlung.

Erfolgreich in Hamburg. Leider hatte ich keine Zeit, die unsäglichen Zigarettenkippen aus dem Bild zu schnipsen.

Kanaldeckel_Hamburg

Erfolgreich auch in Bremen. Das ungewöhnliche Bremer Loch zeigte ich ja bereits.

Kanaldeckel_Bremen

Motto in Münster: Nicht kleckern, sondern klotzen oder Drei auf einen Streich.

Muenster_1 Muenster_2 Muenster_3In Essen und Aachen habe ich keine spektakulären Exemplare gesichtet. In Bonn auch nicht.

Dafür bekam ich in der kleinen Stadt am Rhein einen in digitaler Form geschenkt. Vielen Dank an Rainer Selmann, unseren sympathischen Stadtführer, der mir freundlicherweise erlaubt, sein Foto hier zu zeigen.  Leider konnte ich über Jos. Strecke Söhne / Bonn am Rhein nichts herausfinden.

mit freundlicher Genehmigung von Rainer Selmann

mit freundlicher Genehmigung von Rainer Selmann

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von Latte und Milch

Latte(nkamp) am Kaffeeraum

Lattenkamp

und eine eigene Milchstraße

Milchstraße

Schnappschüsse, entstanden während der Stadtrundfahrt im Hamburg

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Platte mit Kunst

In Berlin gibt es einige wirklich gut gestaltete Fassaden zu bewundern. Nun kommt noch am Giebel der Landsberger Allee 228 ein weiterer Hingucker hinzu.

JBAK_072014_1

Die Künstler James Bullough und Addison Karl nennen sich JBAK. Sie zauberten in den vergangenen Wochen ein über 30m hohes, fotorealistisches Gemälde an die Wand eines elfgeschossigen Plattenbaus. Auch in Magdeburg, Dresden und Chemnitz haben die beiden US-Amerikaner  schon Spuren hinterlassen.

Mitte Juni 2014 begannen die Arbeiten an den 500 Quadratmetern Fassadenkunst. Nun ist es fertig.

JBAK_072014_2

Die drei großen Figuren scheinen wirklich aus der Fläche herauszukommen. 

JBAK_072014_3

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Story-Pics 2014 (30)

Manchmal bringe ich von unseren Reisen neue Motive mit, die in irgendeinem Zusammenhang mit Wasser stehen. Für das 30. Story-Pic habe ich am Dienstag in Münster einen waschechten Wasserbären geknipst. Ehrlich gesagt, wusste ich vor der Reiseplanung noch nicht einmal, dass es  so etwas überhaupt gibt.

Wasserbaer_1

Inzwischen habe ich gelernt, dass der Wasserbär ein Bauwerk ist und einen Teil der Stadtbefestigung bildete. Er dient als Wehr zur Regulierung der unterschiedlichen Wasserstände im, die Stadt umschließenden Burggraben. Das runde Türmchen in der Mitte hatte die Aufgabe, ein Balancieren über die Kante des Wehres zu verhindern. Schließlich sollte das Überfallwehr ja keinem Überfall fremder Eroberer dienen ;-)  Leider sind die Wassergräben inzwischen größtenteils zugeschüttet und daher die Funktion der Wasserbären nur noch zu erahnen. In Münster gab es davon ursprünglich einmal mehrere dieser “Tierchen”. Zwei sind heute noch erhalten. Sie sollen aus der Zeit um 1602 stammen.

Es ist nicht überliefert, woher die Wasserbären ihren ungewöhnlichen Namen bekommen haben. Vielleicht gab es einen historischen Schreibfehler, der aus Wehr Bär entstehen ließ? Oder ist die Bezeichnung gar dem Münsteraner Volksmund zu verdanken?

Wasserbaer_2

Ich hoffe jedenfalls, Ihr habt nach diesem Beitrag nicht das Gefühl, von mir einen Bären aufgebunden bekommen zu haben.

Bisher erschienene Worte:

Wasserhahn, Trinkwasser, Hydrant, Rohr(e), Brunnen, Wasserturm, Wasserzähler, Wasserflasche, Schacht, Baustelle, fließen, Wasserfilter, Eimerkette, pumpen,
Wasser marsch!, waschen, sprudeln, Tropfen, nass, Wasserwerk, TrinkbrunnenRegen, feucht, gießentrinken, Talsperre, Kanalisation, SchachtdeckelStraßenablauf, Wasserbär

Was soll das? 

Bei Sandra startete im Januar ein tolles Blogexperiment. Wie es funktioniert und was dabei die Aufgabe der TeilnehmerInnen ist, erklärt sie auf ihrer Seite selbst am besten. Seither habe ich jeweils sonntags mindestens ein Foto gezeigt, das mein gewähltes Wort symbolisiert. Dafür gibt es nicht nur eine 5-Cent-Spende an die Adra-Stiftung, sondern am Ende des Jahres eine ganz persönliche Geschichte, die aus meinen bildgewordenene Wörtern geschrieben wird. Eine klasse Idee, die mitzumachen mich reizt(e). Die Teilnehmerliste ist -> hier <- zu finden.

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Baumfrage

Seit ungefähr einer Stunde sind wir zurück von unserer spannenden Deutschland-Rundreise. Bevor ich nachher zum Flughafen aufbreche, um Inch abzuholen, die für eine Nacht unser Gästebett nutzen möchte, bitte ich Euch um Hilfe.

In Bonn-Castell haben wir gestern gemeinsam mit Theomix an einem wunderbaren Stadtspaziergang teilgenommen und dabei im Park der LVR-Klinik einen Baum entdeckt, den niemand aus der kleinen Gruppe kannte.

Baum_Bonn_1

Es war aufgrund seines Wuchses ein zauberhafter Kletterbaum für Kinder. Ich zoome gleich noch mal auf seine Früchte, damit die Bestimmung etwas leichter fällt.

Baum_Bonn_2Kann jemand von Euch helfen und sagen, wie der Baum heißt? Unser Stadtführer würde sich sehr freuen.

edit: Mit Hilfe von Dublee wissen wir nun, dass es sich um einen chinesischen Blauglockenbaum handelt. Danke.

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B-HH-HB-MS-E-AC-BN-B

Wir sind in dieser Woche unterwegs. Daher auch die Stille auf dem Blog und in den Kommentaren. Texte auf dem Smartphone zu verfassen und online zu stellen, macht mir einfach keinen Spaß. Ich habe zwar den Schlepptop mit, aber vielerorten macht auch das Hotelinternet keine Freude. Nur in der ungemütlichen Lobby frei, zu lahm oder für horrende Preise im Zimmer highspeedbar. Acht oder auch sechs Euro für 24 Stunden sind in meinen Augen nicht mehr zeitgemäß. Das unterstütze ich nicht. So bleiben meine Fotos aus Hamburg, Bremen, Münster, Essen, Aachen und später Bonn auf dem Chip.

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STORY-PICS 2014 (29)

In der vergangenen Woche las ich in vielen Kommentaren das Wörtchen “Gullydeckel”. Prompt kommt dann heute auch einer, der diesen Namen wirklich verdient hat: der Straßenablauf für Regenwasser.

Dieser hier schaut zwar auf den ersten Blick aus wie ein normaler Gully, ist aber keiner, denn er gehört zum Klangkunstwerk “Unterton”. Auf der südlichen Seite des Martin-Gropius-Baus in Berlin kommen nämlich seit Januar 2012 Töne aus dem Untergrund, genauer gesagt aus acht radial angeordneten Straßenabläufen. Ausgelöst werden sie durch Personen, die über den Platz gehen. Nicht etwa über den Tritt auf bestimmte Pflastersteine, wie ich zunächst vermutete, sondern quasi über Bewegungsmelder.  Magnethämmer klopfen dann gegen die gusseisernen Abdeckungen und erzeugen so bestimmte Klangbilder. Es war interessant und teilweise sehr lustig zu beobachten, wie irritiert manche Menschen auf die Geräusche reagieren und dann versuchen, der Ursache auf den Grund zu gehen. Stutzen, verwundert stehen bleiben, sich umdrehen, bücken und ungläubig in den Gully gucken, kleine Kriegstänze um ihn herum ausführen, um den Ton noch einmal zu hören, den Kopf schütteln, es nicht glauben können… alles dabei. Herrlich.

Straßenablauf

Eine kreisrunde und interessante Form, die kein Straßenablauf ist, einem Schachtdeckel ähnelt und sich dann aber als Spendenbüchse entpuppt, gibt es seit 2007 in Bremen. Dort kann man auf dem Marktplatz in einen bronzenen Deckel Geld einwerfen und bekommt zum Dank die Stadtmusikanten zu hören. Die so “eingespielten” Münzen kommen vermutlich aus aller Herren Länder und dann der Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe zu Gute, um damit soziale Projekte in der Hansestadt zu unterstützen.

Und weil ich gestern in Bremen war, habe ich natürlich auch Geld versenkt und ein brandaktuelles Foto vom Bremer Loch für die Story-Pics gemacht. Das Krähen, Maunzen, Knurren und das laute IA kann ich leider nicht per Bild übertragen. Ich kann nicht mal beschreiben, wie es klang, denn auf meinen eingeworfenen Euro hat das “Spendenloch” mit tiefem Schweigen reagiert. 

Bremer_Spendenloch

KREIH NICH (Kräh nicht) 
JAUL NICH (Jaule nicht)
KNURR NICH (Knurre nicht)
SEGG I AAH (Sag IA)
DOH WAT RIN (Tue was rein)
IN´T BREMER LOCH (ins Bremer Loch)

 

Bisher erschienene Worte:

Wasserhahn, Trinkwasser, Hydrant, Rohr(e), Brunnen, Wasserturm, Wasserzähler, Wasserflasche, Schacht, Baustelle, fließen, Wasserfilter, Eimerkette, pumpen,
Wasser marsch!, waschen, sprudeln, Tropfen, nass, Wasserwerk, TrinkbrunnenRegen, feucht, gießentrinken, Talsperre, Kanalisation, Schachtdeckel, Straßenablauf

Was soll das? 

Bei Sandra startete im Januar ein tolles Blogexperiment. Wie es funktioniert und was dabei die Aufgabe der TeilnehmerInnen ist, erklärt sie auf ihrer Seite selbst am besten. Seither habe ich jeweils sonntags mindestens ein Foto gezeigt, das mein gewähltes Wort symbolisiert. Dafür gibt es nicht nur eine 5-Cent-Spende an die Adra-Stiftung, sondern am Ende des Jahres eine ganz persönliche Geschichte, die aus meinen bildgewordenene Wörtern geschrieben wird. Eine klasse Idee, die mitzumachen mich reizt(e). Die Teilnehmerliste ist -> hier <- zu finden.

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Großwildjagd

Kaum ist der beste Kammerjäger von allen für zwei Tage aus dem Haus, lässt sich hier allerlei “Gesindel” blicken.

20140715-213018-77418746.jpg

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Heute kam die Nachricht von WordPress, meine Blog wäre nun registrierte sechs Jahre alt. Mag sein, aber ich entscheide mich, den Geburtstag erst an dem Tag zu feiern, an dem ich meinen ersten Artikel auf die internette Welt losgelassen habe.

Wie haltet ihr das eigentlich?

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