Bauarbeiterdenkmal

Karl-Günter Möpert schuf 1988 die drei Meter hohe Bronzeskulptur “Denkmal für die Erbauer Marzahns”, die einst vor einem Kaufhaus stand und nun seit 2005 in der Marzahner Promenade zu sehen ist.

Erbauer MarzahnsMomentan hat man den einstigen Helden lieber ein wenig Plastikfolie über Kopf und Rumpf gezogen. Wohl, damit sie das Baugeschehen um sie herum nicht zu genau beobachten oder gar kommentieren ;-)

* Mit diesem Beitrag grüße ich den Herrn Ackerbau, unseren kompetenten Mann vor Ort, wenn es um die Baustelle in der Invalidenstraße geht.

** Ein weiterer Gruß geht an die Autokorrektur, die aus Marzahn unbedingt und immer Tarzan machen möchte.

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angebissenes Obst

hat Einzug in den tonarischen Haushalt gehalten. Ich sondiere vorsichtig das mir bisher unbekannte Terrain, taste mich mutig vor und weiche hin und wieder verschreckt zurück.  Es gilt, einiges zu entdecken und neue Begriffe und Tastenkombinationen zu lernen. Finder, Dock, Schreibtisch …

apfel_140414Einiges fühlt sich völlig anders an. Unbekannt. Das @-Zeichen ist beispielsweise nicht mehr an der alten Stelle zu finden. Ein bisschen kreise ich über dem Gerät und suche und suche. Entdeckerfreude macht sich breit. Ich werde üben und mich umgewöhnen, keine Frage.

Schon jetzt bin ich ein Fan der beleuchteten Tastatur. Den Herrn Tonari wird es freuen, dass nun auf Reisen das Licht im Hotelzimmer ausgemacht werden kann, während ich im Bette sitzend die Bilder und Texte für das Blog bearbeite. Ein neues Bildbearbeitungsprogramm muss allerdings noch installiert werden. Das mitgelieferte reicht für meine Bedürfnisse nicht aus.

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himmelblau

hbwDie Diamantin trommelte ein paar Leute zusammen, die Lust verspürten, einfach mal himmelblau zu wichteln. Nichts leichter als das, denkt frau und meldete sich an.

Die Aufgabe bestand darin, für den zugelosten Wichtel etwas zu finden, zu verpacken und zu verschicken, das blau ist. Zum Glück musste es nicht unbedingt himmelblau sein, was die Sache wohl noch komplizierter gemacht hätte.  Denn – ihr ahnt es – plötzlich findet sich nichts mehr in den Regalen des örtlichen Handels, das blau genug ist, um Gnade vor Augen der “Wichtelmama” zu finden und in den Einkaufskorb wandern darf. Überall hatten sich Dinge verschworen, ein frisches Mintgrün zu tragen, frühlingsbunt daher zu kommen oder sich der türkisfarbenen Fraktion anzuschließen.

Vor ein paar Tagen brachte der Postmensch nun ein Päckchen ins Haus, auf dass ich nach dem Öffnen mein himmelblaues Wunder erleben würde. Als ich den Namen der Absenderin las, hielt ich das ganze allerdings zunächst für einen Irrtum. Konnte doch nicht sein, dass mein Wichtel”kind” auch gleichzeitig meine Wichtel”mama” war und wir so quasi auf Gegenseitigkeit wichtelten. Aber es war so. Welch Zufall.

himmelblau_1Wirklich schöne, blaue Dinge sprudelten aus dem Päckchen, das Bea für mich zusammengestellt hat. Herziges, etwas für die Hüften, etwas für die Deko, etwas zum Aussähen, etwas für die Körperflege und etwas für einen warmen Bauch. Und so werde ich mich demnächst mit weiß-blauer Shea- und Kakaobutter einseifen, handverlesenen Weißen Tee trinken, Schoki naschen und es mir himmelblau gut gehen lassen. Und ganz bestimmt finde ich für die Prunkwinde einen schönen Platz, an dem sie gesäht werden kann.  Vielen, vielen Dank für die wunderbaren Dinge und die Mühe, die Du Dir gegeben hast.

himmelblau_2Ach ja. Mir ist es natürlich auch gelungen, ein paar Blaulichkeiten zusammen zu tragen und die Gedankensprudlerin damit zu überraschen.

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STORY-PICS 2014 (15)

Story-Pic-2014-kleiner-Rahmen-300x166Bei, von und mit Sunny startete im Januar ein tolles Blogexperiment. Wie es funktioniert und was dabei die Aufgabe der TeilnehmerInnen ist, erklärt sie auf ihrer Seite selbst am besten.

Ich versuche seither sonntags jeweils ein Foto zu zeigen, das mein gewähltes Wort symbolisiert. Dafür gibt es nicht nur jeweils eine 5-Cent-Spende an die Adra-Stiftung, sondern am Ende des Jahres eine ganz persönliche Geschichte, die aus meinen bildgewordenene Wörtern geschrieben wird. Finde ich eine klasse Idee, die mitzumachen mich reizt. Die Teilnehmerliste findet man -> hier <-

In den Kommentaren letzte Woche benutzten Sandra und Romy zwei geflügelte Ausdrücke, die von der Feuerwehr gerne verwendet werden. “Wasser marsch!” als Befehl auf das (Lösch-)Wasser fließen möge. “Gut Schlauch!” als Grußformel unter den mutigen Feuerwehrmännern und – frauen.

Diese Skulptur ist vor unserer Berufsfeuerwehr zu finden. Leider konnte ich nicht herausbekommen, von wem die pfiffige Idee stammt. Mit Hilfe des Medienkommunikationsstabes der Berliner Feuerwehr habe ich erfahren, dass das Werk „Helfen zwischen Himmel und Erde“ von einem chinesischen Künstler namens Wang Fu stammt. Er gewann 2006 den Wettbewerb zur Kunst am Bau beim Neubau der Feuerwache in Hellersdorf. Die 11 m hohe Drehleiter und der Schlauch wurden 2007 aufgestellt und symbolisieren prima meine beiden heutigen Worte meinen Begriff für die wässrige Geschichte:

Wasser marsch! * Löschwasser

* Leider gestatten die Spielregeln nur die Verwendung eines Wortes pro Woche. “Geflügelte” Wortzusammenstellungen sind also nicht möglich. Daher muss ich die ursprüngliche Idee verwerfen und durch einen neuen Begriff ersetzen.

Gut SchlauchBisher erschienene Worte: Wasserhahn, Trinkwasser, Hydrant, Rohr(e), Brunnen, Wasserturm, Wasserzähler, Wasserflasche, Schacht, Baustelle, fließen, Wasserfilter, Eimerkette, pumpen,

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Wie schön,

20140409-191453.jpgwenn der Reisedealer nicht einfach nur die Rechnung ins Haus schickt, sondern auch noch einen Reiseführer zur Schmerzminderung Vorfreude beilegt.

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Waschelse

Vergangenen Sonntag sitzen die Tonaris in trauter Zweisamkeit vor der Glotze und sehen einen öffentlich-rechtlichen Beitrag über diverse Haushaltsgeräte. Es wird von von Herstellern eingebauten Sollbruchstellen berichtet, damit die Produkte pünktlich kurz nach Ablauf der Garantiezeit ihren Geist aufgeben. (Ein Graus für jeden Ingenieur, so etwas konzipieren und entwickeln zu müssen. An den Universitäten bereitet man die Studenten schon mal mehr oder weniger sanft darauf vor, dass ihre künftigen Arbeitgeber so etwas von ihnen erwarten könnten.) Oft sind sie – die Geräte, nicht die Ingenieure- leider aber nicht zu reparieren, weil beispielsweise nicht zu öffnen. Manchmal gibt es keine Ersatzteile (mehr) oder die Produzenten rücken sie nicht raus. Mitunter lohnt auch der Aufwand einer Reparatur nicht, da die Kosten des Handwerkers und des Austauschteiles höher sind als eine Neuanschaffung. Die Wegwerfgesellschaft boomt.
Es sei denn, man bastelt leidenschaftlich gern, hängt aus diversen Gründen sehr an dem schwächelnden Gerät, kennt jemanden mit goldenen Händen oder entschließt sich aus ökonomischen und/oder ökologischen Gründen für eine Wiederbelebung. Die Sendung berichtet auch über verschiedene Basteltreffs, in denen nachbarschaftlich bei Kleinreparaturen geholfen wird oder Grundlagen für die Selbsthilfe vermittelt werden. Auch zeigt man Beispiele für echte Reparaturfreaks, die fast alles wieder zum Laufen bringen oder aber ehrlicherweise zugeben, dass hier das letzte Apparatestündlein geschlagen hat und es Abschied zu nehmen gilt.

Die Tonaris finden die Sendung interessant. Womit sie nicht rechnen: Im Zimmer am Ende des Flures hört offenbar ein sehr sensibles Familienmitglied aufmerksam zu. Und verschluckt sich prompt. Vielleicht aus Mitleid, vielleicht aus Solidarität. Wer weiß das schon? Vielleicht hat es auch einfach nach fast zehn Jahren spontan das Leben und Arbeiten bei den Tonaris satt oder sich tatsächlich unlängst einen lavamatischen Virus eingefangen? War der Frau Tonari nicht schon seit ein paar Tagen ein nachdrücklicher werdendes Räuspern aufgefallen?
Jedenfalls röchelt, gurgelt und ächzt es plötzlich aufmerksamkeitsheischend aus dem Badezimmer. So sehr, dass die Tonaris nach einer Schnelldiagnose beschließen, der finale Gang stehe nun wohl unmittelbar und unwiderruflich bevor. Wenige Tage später werden liebevoll und ein bisschen wehmütig die letzten Knöpfe gedrückt, die zu- und abführenden Schläuche entfernt. Machs gut, altes Waschmaschinchen. Hast fast ein Jahrzehnt treue Dienste geleistet und Dir den Ruhestand nun verdient.

Und Willkommen im tonarischen Haushalt, Du neue Waschelse. Auf hoffentlich viele gemeinsame Jahre, ein gutes Waschergebnis und schongetrommelte Kleidungsstücke.

wmsHat Eure Waschmaschine eigentlich auch einen Namen? Falls ja, auf welchen hört sie denn?

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STORY-PICS 2014 (14)

Story-Pic-2014-kleiner-Rahmen-300x166Bei, von und mit Sunny startete im Januar ein tolles Blogexperiment. Wie es funktioniert und was dabei die Aufgabe der TeilnehmerInnen ist, erklärt sie auf ihrer Seite selbst am besten.

Ich versuche seither sonntags jeweils ein Foto zu zeigen, das mein gewähltes Wort symbolisiert. Dafür gibt es nicht nur jeweils eine 5-Cent-Spende an die Adra-Stiftung, sondern am Ende des Jahres eine ganz persönliche Geschichte, die aus meinen bildgewordenene Wörtern geschrieben wird. Finde ich eine klasse Idee, die mitzumachen mich reizt. Die Teilnehmerliste findet man -> hier <-

Zwischen 1894 und 1897  lieferte eine Kunstgießerei aus Lauchhammer schnieke Handschwengelpumpen für die Wasserversorgung nach Berlin. Diese wunderschöne gusseiserne Pumpe samt Tränkstein für durstige “Viecher” steht mitten im Nikolaiviertel.  Es handelt sich dabei nicht um das Original, sondern um einen Nachbau der Lauchhammer-Pumpe Typ I der Fa. H. Beyte Modellbau Berlin und VEB Kunstschmiede Berlin. Ich vermute, das Exemplar wurde 1987 im Zusammenhang mit der Rekonstruktion des Nikolaiviertels zur 750-Jahr-Feier Berlins aufgestellt.

Mein Verb für die Geschichte in dieser Woche heißt pumpen (aber nicht im Sinne von borgen *zwinker*).

Pumpe1

Pumpe2Bisher erschienene Worte: Wasserhahn, Trinkwasser, Hydrant, Rohr(e), Brunnen, Wasserturm, Wasserzähler, Wasserflasche, Schacht, Baustelle, fließen, Wasserfilter, Eimerkette

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